Känguru-Jagd geht weiter: „Johann“ erneut gesichtet. Kameltheater-Chef Herbert Eder bittet um Hinweise zu seinem entlaufenen Wallaby „Johann“. Letzte Sichtungen gab es am Ochsattel, im Weißenbachtal und nahe der „MAHO-Stubn“.

Von Gila Wohlmann und Gabi Zeller. Update am 13. August 2019 (08:34)
Zeller
Zoo-Chef Herbert Eder vermisst sein Wallaby „Johann“.

„Johann“ ist derzeit nicht nur in St. Aegyd in aller Munde. Bis Dienstag konnte der einjährige Bennett-Känguru-Bock nicht gefangen werden. Dieser war in der Nacht auf Donnerstag aus dem „Kameltheater“ in Kernhof entwischt.

Die letzte Meldung über „Johann“ gab es am Montag-Nachmittag: Eine Fahrzeuglenkerin sah das Känguru entlang der B21 am Ochsattel an der Straße sitzen. Damit ist es mittlerweile rund 13 Kilometer vom Weißen Zoo entfernt.

Auch am Samstagvormittag war das Tier gesehen worden. „Ein Bauer hat das Tier gesichtet“, sagt Herbert Eder, Betreiber des Kernhofer Zoos. Das Wallaby war im St. Aegyder Weißenbachtal zu diesem Zeitpunkt rund zwölf Kilometer vom „Kameltheater“ entfernt. Am Donnerstagvormittag hüpfte „Johann“ im Wällischgraben nahe der „MAHO-Stubn“ im Bereich der Mülltonnen umher. Das wurde sogar fotografiert.

„Wir können jetzt nur darauf warten, dass jemand ,Johann‘ sieht und uns das wieder sofort meldet“, sagt Kameltheater-Chef Herbert Eder. Einfangversuche von Feuerwehr und Tierparkmitarbeitern scheiterten bislang, obwohl man, so Eder, „mit Fangnetzen, Drohne und Betäubungsgewehr bestens gerüstet sei“.„Das Waldgebiet hier ist riesig. Eine Suche ohne konkreten Anhaltspunkt gestaltet sich schwierig“, gibt Eder zu bedenken.

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Ein Bennett-Känguru ist aus dem Zoo entwischt.

Angst um „Johann“ müsse man keine haben. „Ein Bennett-Känguru kann sich von dem, was es im Wald vorfindet, ernähren. Es hat keine natürlichen Feinde, außer den Wolf, und auf den wird es vermutlich nicht gleich treffen“, meint Herbert Eder.