Frequency 2019: „Line-Up war echt lässig“. Mehr als 200.000 Besucher feierten in der Landeshauptstadt. Auch aus dem Bezirk waren einige Musikfans mit dabei.

Von Lisa Röhrer und Corina Berger. Erstellt am 20. August 2019 (03:16)
privat
Feierten am Frequency fleißig mit: Christoph Schwarz, Lukas Hochgerner, Viorel Colompar und David Stocker (v. l.).

Ein musikalischer Festakt: Das war das Frequency-Festival 2019. Die Erwartungen waren nach den in Rekordzeit ausverkauften Festivalpässen heuer auch besonders hoch. Und sie wurden nicht enttäuscht: „Für mich war es das beste Frequency ever“, schwärmt Organisator Harry Jenner – ausgerechnet nach der Auflage zwischen dem „10-Jahre-in-St. Pölten“ und „20-Jahre-Frequency“-Jubiläum.

Obwohl die Landeshauptstadt in diesem Jahr nur drei Tage lang der Nabel der Festival-Welt war, wurde die 200.000-Besucher-Marke wieder geknackt. „Mit den Early Campern geht sich das locker aus“, freut sich der Frequency-Boss und betont, dass auch vor den Bühnen immer alles „bummvoll“ war.

„Das Line-Up war dieses Jahr echt lässig. Da war mit Sicherheit für jeden Geschmack was dabei.“ Lukas Hochgerner, Festivalbesucher aus St. Veit

Besonders erfreulich ist für ihn auch, dass sich die Neuerungen in und um das Festival-Areal bestens bewährt haben. An den Hauptzugängen zum Festivalgelände gab es erstmals Drehkreuze, durch die man mit Chip-Band kam. „Das hat super funktioniert und den Einlass enorm beschleunigt“, ist er zufrieden. Ob es passend dazu im nächsten Jahr auch elektronische Tickets geben wird, hält sich der Frequency-Boss weiterhin offen. „Die wird es irgendwann sicher geben, weil das der Zahn der Zeit ist. Wann, weiß ich aber noch nicht.“

Sicher ist er sich jedoch, dass die Anrainer heuer wesentlich entlastet wurden. „Wir haben unser Versprechen gehalten.“ Die zusätzlich angemieteten Parkflächen hätten sich bewährt. „Die waren auch notwendig. Die Parkplätze waren zu 90 Prozent ausgelastet“, schildert Jenner. Ausgezahlt hätten sich auch das vergrößerte Camping-Gelände und die verbreiterten Wege. „Die Siedlungen waren heuer nicht zugeparkt und es wurde auch nicht außerhalb gecampt.“

Schwärmereien lassen sich aber nicht nur vonseiten des Festival-Bosses entnehmen, auch die Resonanz der Feierwütigen ist durchwegs positiv. So sprechen auch die Besucher aus dem Bezirk von einem „Wahnsinn“ – im positiven Sinne.

So zog es auch den St. Veiter Roman Koberwein auf den „Way to Madness“, und das bereits zum achten Mal in Folge. Warum, schildert er so: „Ich komme eher wegen dem Feeling und nicht wegen den einzelnen Bands.“ Im Gegensatz zu vielen anderen entschied er sich trotz Wunsch nach ultimativem Festivalfeeling gegen das Camping. „Früher habe ich immer gecampt. Aber mittlerweile merkt man einfach, dass viele aus der Stadt kommen, um sich einfach nur mal gehen zu lassen“, so der St. Veiter.

Durchaus positiv sieht er jedoch die baulichen Veränderungen. Der Preis habe sich dadurch in den letzten Jahren zwar erhöht, aber auch zurecht, findet er. Diesem Urteil schließt sich auch Lukas Hochgerner an. Für den Electronic-Fan war vor allem die bunt gemischte Auswahl an Artists Grund zu kommen. „Also ich bin schon zum dritten Mal da und es war echt der Wahnsinn. Überhaupt das Line-Up war dieses Jahr echt lässig. Da war mit Sicherheit für jeden Geschmack was dabei“, schwärmt Hochgerner. Deshalb ist bei ihm auch der Besuch der nächsten Auflage Pflicht.

Erste Infos dazu gibt es übrigens schon. Und zwar wird St. Pölten im kommenden Jahr vom 20. bis 22. August in den Ausnahmezustand versetzt. „Wir haben jetzt 19 Jahre vorgelegt. Zum 20. Frequency muss es krachen, das ist klar. Wir werden uns etwas einfallen lassen, um noch eins drauf zu setzen“, lässt Festival-Chef Jenner dazu wissen. Als erste Acts wurden bereits Bilderbuch, Annemaykantereit, Raf Camora und Yung Hurn präsentiert.

Umfrage beendet

  • Festival-Standort: Stadtgebiet oder grüne Wiese?