Schon fix zwei neue Ortschefs im Bezirk Lilienfeld . Bürgermeister wechseln in Annaberg und Mitterbach. Liste tritt in Ramsau an, einziger Grün-Mandatar hört auf.

Von Markus Zauner. Erstellt am 17. September 2019 (04:33)
Wodicka; Foto-Montage Alex König
Wodicka; Foto-montage Alex König

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Mitterbachs Ortschef Alfred Hinterecker, VP, tritt am 26. Jänner nicht mehr an.

Nur in Ramsau gibt es eine relative Mandatsmehrheit (für die VP), sonst regieren Türkis und Rot jeweils mit absoluten Gemeinderatsmehrheiten. Die VP stellt gegenwärtig neun Bürgermeister im Bezirk, fünf (inklusive des parteilosen Ortschefs Karl Oysmüller) die SP. Das ist die Ausgangslage im Bezirk vor den Gemeinderatswahlen 2020, die nun fix am 26. Jänner über die Bühne gehen werden. Die NÖN verrät Details.

Wer kandidiert? Zwei Wechsel an der Gemeindespitze sind bereits fix — und beide betreffen ÖVP-dominierte Gemeinden. In Mitterbach wird Langzeitortschef Alfred Hinterecker am 26. Jänner nicht mehr als Spitzenkandidat antreten. Ihm soll Thomas Teubenbacher folgen.

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AnnabergsBürgermeisterin Petra Zeh, VP, hört ebenfalls auf.

Wie Hinterecker hat auch Annabergs Bürgermeisterin Petra Zeh schon vor längerer Zeit exklusiv via NÖN bekannt gegeben, 2020 nicht mehr zu kandidieren. Die Übergabe sei geregelt, betont Petra Zeh. Präsentieren will man sämtliche Gemeinderatskandidaten inklusive Zehs Nachfolger aber erst im Dezember.

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Thomas Teubenbacher wird die VP Mitterbach bei der Wahl anführen.

In den anderen sieben Gemeinden, in denen die Türkisen die Ortschefs stellen, also in Lilienfeld, Türnitz, Eschenau, Rohrbach, Kleinzell, Ramsau und Kaumberg, werden die amtierenden VP-Bürgermeister am 26. Jänner wieder als Spitzenkandidaten ins Rennen gehen, bestätigt VP-Bezirksparteiobmann Karl Bader.

Gar keine Änderungen gibt es bei den SP-Bürgermeistern: In St. Veit, Traisen, Hohenberg und Hainfeld stünden die bewährten Ortschefs wieder zur Verfügung, versichert SP-Bezirkschef Albert Pitterle. Und auch in St. Aegyd ist die Position der Nummer eins fix. „Ich werde für die SP als parteifreies Mitglied kandidieren“, erklärt Bürgermeister Karl Oysmüller, den „eingeschlagenen Weg“ fortsetzen zu wollen. Er war im Oktober 2018 von den Sozialdemokraten zum neuen St. Aegyder Ortschef gekürt worden.

Parteiintern geklärt ist mittlerweile auch, dass FP-Bezirkschef Christian Hafenecker mit Reinhard Lintinger in Kaumberg bei der Kommunalwahl eine freiheitliche Doppelspitze bilden wird — das Ganze nach dem Parteiausschluss von drei FP-Gemeinderäten Anfang 2018, die seither als „wilde“ Mandatare fungieren.

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Beendet Polit-Karriere: Christian Pradl, der bisher einzige Grün-Gemeinderat im Bezirk.

Offen ist aktuell, ob es zu einer Kandidatur von NEOS und Grünen im Bezirk kommt. Fest steht lediglich: Christian Pradl, der bisher einzige Grün-Gemeinderat im Bezirk, hört auf. „Ich werde mich aus dem Geschehen zurückziehen“, bestätigt der Traisner.

Mit der Ramsauer Bürgerliste um Frontmann Stefan Steinacher wird bezirksweit definitiv schon einmal sicher eine Liste ins Rennen gehen.

Spannende Gemeinden: Einig sind sich SP- und FP-Bezirkschef, dass das Rittern um den Bürgermeistersessel am 26. Jänner in Ramsau am spannendsten werden wird, zumal es hier aktuell ja nur eine relative Mehrheit für die Türkisen gibt. VP-Bezirkschef Karl Bader gibt sich indes optimistisch, mit Gertraud Steinacher weiterhin die Bürgermeisterin stellen zu können.

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Listen-Fixstarter: Stefan Steinacher und seine Bürgerliste.& privat

Denn: „Gertraud Steinacher hat mit ihrem Team gute Arbeit und Sacharbeit geleistet“, ist sich Bader sicher. Durchaus „heftig werden“ könne die Wahlauseinandersetzung neben Ramsau auch in Kaumberg, glaubt Albert Pitterle — nicht zuletzt aufgrund der FP-Turbulenzen aus dem Vorjahr.

Wahlziele der Parteien: Die Türkisen, die derzeit mit bezirksweit 140 Gemeinderatssitzen unangefochtener Spitzenreiter sind, peilen in den Minderheitsgemeinden Zugewinne an.

Zudem wolle man den Bürgermeisterstand halten, legt sich VP-Chef Bader fest. Die SP, die derzeit 100 Mandate besetzt, möchte ebenfalls weiter gleich viele Ortschefs wie bisher stellen, kündigt Pitterle an und ergänzt: „In den Minderheitsgemeinden haben wir Potenzial, das eine oder andere Mandat dazuzugewinnen.“

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Die VP um Karl Bader stellt aktuell die meisten Bürgermeister im Bezirk.

Hafenecker will den aktuell weißen Fleck in Annaberg beseitigen. Ziel sei demnach das flächendeckende Antreten und Einziehen der FP in alle Gemeinderäte des Bezirkes. Wobei es speziell in Traisen eine Kampfansage der Freiheitlichen gibt. „Hier gehe ich von einem starken Ergebnis aus“, betont der freiheitliche Frontmann.

Umfrage beendet

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