Hainfelder Unternehmen reißt LASK-Fußballstadion ab. Bis zum 16. April macht Hainfelder Unternehmen die Linzer Sportstätte dem Erdboden gleich. Abbruchmaterial wird wieder verwendet.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 27. Januar 2021 (04:39)
Die Firma Zöchling nimmt derzeit in Kooperation mit einigen Subunternehmern den Abbruch des LAKS-Stadions in Linz vor. Darauf wird die neue Raiffeisen-Arena errichtet.
Firma Zöchling Hainfeld

Dort, wo es um riesige Rückbauprojekte geht, ist die Firma Zöchling aus Hainfeld zumeist im Einsatz. Das jüngste Mega-Projekt läuft derzeit in Linz. Der LASK (Linzer Athletik-Sport-Klub) plant die Errichtung der top modernen Raiffeisen-Arena. Dafür muss aber das bestehende Stadion auf der Linzer Gugl abgerissen werden.

Im Zuge der Ausschreibung für dieses Projekt ist die Firma Zöchling im Angebotsverfahren für die Abbrucharbeiten als Bestbieter hervorgegangen. Seit 11. Jänner laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Der Zeitplan ist straff. „Die Arbeiten müssen bis 16. April abgeschlossen sein“, informiert Zöchling-Bauleiter Roland Schaupp. In dieser Zeit muss das gesamte Stadion abgebrochen sein. Rund zehn bis 15 Mitarbeiter aus dem Hainfelder Unternehmen sind direkt beteiligt. Der maschinelle Aufwand für den Rückbau ist groß: „Es sind fünf Hydraulik-Abbruchbagger im Einsatz, darunter auch die beiden größten Abbruchbagger Österreichs, der ,Liebherr R954C‘ und der ,Liebherr R960 Demolition‘ mit einem Einsatzgewicht von bis zu 110 Tonnen“, führt Schaupp aus.

„Das anfallende Betonrecyclingmaterial wird für den Unterbau des Neubaus verwendet.“ Roland Schaupp, Bauleiter bei der Firma Zöchling

Den Rückbau nimmt aber die Firma Zöchling nicht komplett alleine vor, es wird auch mit einigen Subunternehmen zusammengearbeitet. Der Rückbau ist mit einigen Herausforderungen verbunden, weiß Schaupp: „Das beginnt beim hohen Zeitdruck aufgrund der kurzen Abbruchdauer und geht bis zur nicht einfachen Demontage der rund 50 Meter hohen Flutlichtmasten, die mit Kränen demontiert werden müssen.“ Außerdem musste das Abbruchobjekt vor Abbruchbeginn von der direkt angrenzenden Tips-Arena getrennt werden. Diese ist während der Abbrucharbeiten besonders zu schützen. Und wohin jetzt mit dem ganzen Abbruchmaterial?

„Der Großteil des Abbruchmaterials wird vor Ort zur Wiederverwertung aufbereitet. Das anfallende Betonrecyclingmaterial wird für den Unterbau des Neubaus verwendet“, so Schaupp. Die Eröffnung ist für Sommer 2022 geplant, ab der Saison 2022/23 sollen hier Heimspiele stattfinden.

Die Firma Zöchling hat auch ein Projekt in der Nähe am Laufen. Es errichtet in Alland eine Mehrparteienhausanlage mit zwölf Einheiten auf 8.000 Quadratmetern Wohnfläche.