Waldbrand: Großeinsatz am Kirchenberg. Feuerwehren kämpften gegen Rauch und Flammen im Hainfelder Naherholungsgebiet.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 24. April 2019 (17:02)

Brenzlige Situation am Hainfelder Kirchenberg am Mittwochnachmittag. Der Wald des beliebten Naherholungsgebiets brannte. Acht Feuerwehren des Abschnitts Hainfeld kämpften gegen Rauch und Flammen an der Gemeindegrenze zwischen Hainfeld und Kleinzell. Ein Hubschrauber des Innenministeriums war zur Lageerkundung vor Ort.

„Es handelte sich um einen reinen Unterholzbrand auf einer Fläche von rund zwei Hektar. Das Feuer ist derzeit unter Kontrolle, aber der starke Wind ist noch eine Gefahr“, berichtet Christian Teis vom Bezirksfeuerwehrkommando Lilienfeld. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.

„Unsere Erhebungen sind im Laufen“, bestätigt Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner. 

Die Ausbreitung des Brandes konnte durch den raschen Einsatz aller acht Feuerwehren des Abschnittes Hainfeld auf eine Fläche von etwa 1 – 2 ha eingegrenzt werden. Im Einsatz stehen zur Zeit 8 Feuerwehren, ca. 15 Fahrzeuge und ca. 120 Mann.

Glücklicherweise ist der Brandort über Forstwege weitgehend erreichbar, wenngleich die Anfahrt ca. 5 km beträgt. Es wurden zwei Einsatzabschnitte (Hainfeld und Kleinzell) gebildet, jeweils bestehend aus den Unterabschnitten St. Veit (Kleinzell, Rainfeld, Wiesenfeld und St. Veit) und Hainfeld (Hainfeld, Ramsau, Rohrbach, Kaumberg) und mittels Tankwagenpendelverkehr die Löschwasserversorgung von zwei Seiten aufgebaut. Die Brandbekämpfung erfolgt im steilem Waldgelände auch unter Zuhilfenahme von Schanzwerkzeugen und stellt eine Schweißtreibende Arbeit dar. Es wird mit einer Brandbekämpfung bis in die Nachtstunden und einer Brandwache die Nacht über gerechnet.

Wassermeister Werner Reischer, der auch für den Gemeindewald zuständig ist, sowie Gemeinderat Richard Zeller öffneten mit Zustimmung des österreichischen Touristenklubs die Hainfelderhütte am Kirchenberg, sodass die erschöpften Einsatzkräfte die Möglichkeit hatten, sich etwas zum Trinken zu holen und sich auszurasten.