Mit Buch auf Entdeckung in Österreich unterwegs. Wie viel Italien steckt in Österreich? Dieser Frage gehen Christa Englinger und Christian Hlavac in „La bella Austria“ nach. Auch in der Stiftskirche finden sich Spuren.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 18. August 2019 (03:18)
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Christa Englinger und Christian Hlavac verfassten eine spannende Lektüre für Italien-Fans.

Wenn Christa Englinger nicht gerade mit „Schnupperpilgern“ von Lilienfeld nach Mariazell unterwegs ist, findet man sie sehr oft in ihrem Lieblingsland Italien. Entweder privat oder mit Pilgergruppen am Franziskusweg nach Assisi und am Antoniusweg durch die Emilia Romagna.

„Davor war ich als Reiseleiterin mit Busgruppen häufig in Italien“, erzählt die Vizepräsidentin des internationalen Pilgerwege-Vereines „Romea Strata“. So entstand vor zwei Jahren die Idee, mit ihrem Mann Christian Hlavac, der als Garten- und Architekturhistoriker ebenfalls viel Bezug zum südlichen Nachbarland hat, ein Buch über italienische Einflüsse in Österreich zu schreiben.

„Es ist eine gute Lektüre für alle, die in diesem Sommer keine Gelegenheit hatten, nach Italien zu fahren und für alle, die bereits zurück sind und schon wieder Heimweh nach der Ferne haben“

„Er hat sich von meiner Italien-Liebe gerne anstecken lassen“, schmunzelt die Lilienfelder Autorin. „La bella Austria“ ist nach „99 Fragen zu österreichischen Sehenswürdigkeiten“ die zweite, gemeinsam verfasste Veröffentlichung. „Es ist eine gute Lektüre für alle, die in diesem Sommer keine Gelegenheit hatten, nach Italien zu fahren und für alle, die bereits zurück sind und schon wieder Heimweh nach der Ferne haben“, meint Christa Englinger, „bei der Spurensuche können sie ein wenig in das Lebensgefühl eintauchen, ist doch Italien für viele das Land der Sehnsucht, der Inbegriff von ,dolce vita‘ und genussvollem Essen sowie die Wiege europäischer Kunst und Kultur.“

NOEN

Die Entdeckungsreise quer durch die Jahrhunderte, vom Burgenland bis nach Vorarlberg, zeigt auf, dass entsprechendes Flair genauso hierzulande anzutreffen ist. Manches davon ist unübersehbar, wie zum Beispiel die kulinarischen Spezialitäten Pizza, Eis, Espresso und Maroni, das Wiener Schnitzel, welches eigentlich aus Mailand stammt, Bauwerke aus Carrara-Marmor oder fahrbare Untersätze der Marke Vespa. Nachgebaut wurde 1895 im Wiener Prater ebenfalls ein Teil Venedigs.

„Anderes erschließt sich erst auf den zweiten Blick. So sind in der Stiftskirche Altarbilder von Martino Altomonte, einem in Neapel geborenen Barockmaler, zu finden“, weist die Lilienfelderin auf einen regionalen Bezug hin.