Voestalpine investiert Millionen für 3D-Sanddrucker. Voestalpine Traisen investiert, erste Ausbaustufe soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein.

Von Markus Zauner. Erstellt am 23. September 2020 (04:35)
Am Standort der alten Halle in Traisen entsteht ein Neubau, wo auf 800 Quadratmeter Hallenfläche bis zu drei3D-Sanddrucker betrieben werden sollen.
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Nicht wenige Unternehmen schrauben in Corona-Zeiten die Neuinvestitionen zurück. Nicht so die Voestalpine: Die Steel Division des Konzerns errichtet am Standort Traisen, also in der Voestalpine Gießerei Traisen GmbH, aktuell eine neue Produktionshalle zur Herstellung von Sandformen für komplexe Gussteile im 3D-Druckverfahren.

Der Abriss der alten Halle ging rasch über die Bühne.
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„Im Endausbau sollen auf 800 Quadratmeter Hallenfläche bis zu drei 3D-Sanddrucker betrieben werden, die Fertigstellung der ersten Ausbaustufe ist für den Sommer 2021 geplant“, heißt es auf NÖN-Nachfrage aus dem Hauptsitz in Linz. Wie viel Geld das Unternehmen konkret in die Hand nimmt, wird nicht verraten. Nur so viel: „Diese Investition im einstelligen Millionenbereich stellt einen wichtigen Beitrag zur Absicherung des Standortes Traisen dar. Für die aktuell rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich Lehrlingen eröffnen sich damit neue Entwicklungsmöglichkeiten in einem innovativen Arbeitsumfeld“, so eine Unternehmenssprecherin gegenüber der NÖN.

„Gerade in der heutigen Zeit eine immense Investition.“ Bürgermeister Herbert Thumpser zum Projekt 3D-Sanddrucker der Voestalpine Gießerei Traisen

Die neu zur Anwendung kommende Technologie ist ein innovatives 3D-Druckverfahren, das die Produktion anspruchsvoller Gussteile ohne Modelleinrichtung ermöglicht. „Die Effizienzsteigerung und gleichzeitige Ressourcenschonung stehen hier klar im Fokus. Dies wirkt sich auch auf die Durchlaufzeit der Produktion aus, welche erheblich verkürzt wird. Neben dem Direktdruck der Sandform im vorgelagerten Prozess verringert eine bessere Oberflächengenauigkeit auch die Aufwände bei der Bearbeitung“, listet das Unternehmen einige Vorteile auf.

Um die Bedeutung des Großprojektes für Traisen weiß auch Bürgermeister Herbert Thumpser. „Die Investition am Standort Traisen ist für die Gemeinde, für den Standort Voestalpine Traisen und natürlich für die Mitarbeiter sehr wichtig. Gerade in der heutigen Zeit eine immense Investition“, lobt der Ortschef.

Zuletzt wurde am Firmengelände eine alte Halle für den Neubau abgerissen.