Verluste für die Bäder im Bezirk Lilienfeld. 3.600 Gäste weniger in Lilienfeld, Umsatzminus auch in Türnitz und Hainfeld. Guter Saisonkartenverkauf in St. Aegyd und Hohenberg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. September 2020 (03:05)
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,,Das Wetter hat im Juni ausgelassen“, kennt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher den Spielverderber für eine bessere Besucherbilanz im Lilienfelder Freibad. 28 Badetage gab es im Juni 2019, magere elf waren es 2020. In diesem Monat „verirrten“ sich folglich nur 518 Besucher ins städtische Bad – rund 10 Mal weniger als im Vorjahr. Im Juli und August konnte bei gestiegenen Besucherzahlen noch einiges kompensiert werden, primär ob des wettertechnisch schlechten Junis ist die Gesamtbilanz aber um 3.600 Besucher schlechter als 2019.

Im St. Aegyder Freibad wurden sogar mehr Saisonkarten verkauft als sonst. „Das Bad war heuer trotz des wettermäßig sehr durchwachsenen Sommers sehr gut besucht. Auch Corona war nie ein Problem, da die bedingten Abstände sehr diszipliniert eingehalten wurden und die zulässigen Besucherzahlen nie an die Obergrenze stießen“, berichtet Bürgermeister Karl Oysmüller. Es sei eine sehr entspannte Atmosphäre gewesen. „Man hatte den Eindruck, dass die Besucher sehr froh waren, dass in St. Aegyd dieses Angebot noch zur Verfügung steht“, blickt Karl Oysmüller auf die Sommersaison 2020 mit rund 4.000 Besuchern zurück.

182 Badegäste maximal in Türnitz erlaubt

Ähnlich wie den St. Aegydern erging es Hohenbergern: Es wurden mehr Saisonkarten verkauft, da viele den Urlaub im Heimatort verbrachten. Allerdings war beim Tagesgeschäft ein leichtes Minus zu verzeichnen. „Die Einnahmen bei den Eintritten blieben circa 600 Euro unter den Einnahmen vom Vorjahr“, fasst Hohenbergs Amtsleiterin Nina Lerchbaumer zusammen.

Im Türnitzer Naturbad durften sich maximal 182 Badegäste gleichzeitig aufhalten. Aufgrund dieser beschränkten Einlasszahl wurden heuer auch keine Saison-, Familien- und Partnerkarten ausgegeben. Die Gästezahlen im Juli und August sind laut Karl-Heinz Wieland relativ ähnlich dem Vorjahr, jedoch büßte man insgesamt (Stichwort späterer Saisonstart wegen Corona und wettertechnisch durchwachsener Juni) ungefähr 25 Prozent an Umsatz ein.

Das Hainfelder Bad meldet etwa 30 Prozent weniger Umsatz.