Unter Baumstamm eingeklemmt: Mann bewies starke Nerven. Landwirt schnitt sich selbst sein gebrochenes Bein frei und rief die Rettung.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 24. April 2019 (14:59)
Rotes Kreuz Traisental

Äußerst schmerzhaft endeten Holzarbeiten für einen Türnitzer Landwirten am Dienstagnachmittag.

Der 33-Jährige arbeitete alleine im Rinnertal auf knapp 600 Metern Seehöhe. Dabei wollte er eine Windwurffichte im Wurzelbereich mit einer Motorsäge abschneiden. Plötzlich passierte das Missgeschick: Durch die Baumspannung splitterte der im Schnittbereich rund 25 Zentimeter starke Baumstamm und krachte dem Mann auf den linken Unterschenkel. Sein Bein wurde eingeklemmt, wodurch er eine Unterschenkelfraktur erlitt. Der Bauer bewies Nervenstärke: Um sich aus seiner misslichen Situation zu befreien, schnitt er selbst noch einmal den Stamm durch und rief dann die Rettung.

Die Erstversorgung des Verletzten an der Unfallstelle wurde vom Team des Roten Kreuzes Traisental durchgeführt. Da eine Landung des ebenso alarmierten Notarzthubschraubers „Christophorus 15“ in diesem Bereich aber nicht möglich war, landete dieser rund einen Kilometer entfernt an der B 20. Das Notarzthubschrauber-Team wurde mit dem Polizeiauto über eine Forststraße zur entlegenen Unfallstelle transportiert, um den Verletzten zu versorgen.

Die anschließende Bergung des Mannes bis zum Rettungsauto wurde von den Türnitzer Bergrettern gemeinsam mit den Mitgliedern der anderen Blaulichtorganisationen durchgeführt. Von dort aus wurde der Verletzte zum Hubschrauber gebracht, der ihn ins Universitätsklinikum St. Pölten flog. Fremdverschulden wird seitens der Polizei ausgeschlossen.