Harte Zeiten für Diebe. Zahl der Delikte ist aufgrund des Coronavirus stark im Sinken. Im März gab es nur einen Wohnungseinbruch.

Von Markus Glück. Erstellt am 01. April 2020 (03:23)
Die Täter drangen durch das Hortfenster in das Schulgebäude ein.Symbolfoto:
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Die Coronakrise hat auch Auswirkungen auf die Kriminalitätszahlen im Bezirk – dort allerdings positive. So gab es im gesamten März im Bezirk Melk nur einen Einbruch. Im Vormonat waren es noch zwölf, im Jänner gab es neun Einbrüche. Ebenso ist laut Chefinspektor Herbert Oberklammer auch im Bereich der Körperverletzungen, den Fahrraddiebstählen und bei Pkw- sowie Firmeneinbrüchen ein massiver Rückgang zu verzeichnen. „Wäre der Grund des Rückgangs der Kriminalität nicht mit dem Coronavirus in Verbindung zu bringen, wär es sehr erfreulich“, bilanziert Oberklammer.

Herbert Oberklammer ist Chefinspektor im Bezirk Melk.
privat

Die Polizei selbst hat ebenso Vorkehrungen gegen die Coronakrise getroffen und wappnet sich bereits im Vorfeld mit spezieller Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. „Der Parteienverkehr ist auf das Notwendigste reduziert und es wird vieles über Mail abgewickelt. Unsere Dienstpläne werden stets an die aktuellen Erfordernissen angepasst“, erläutert der Melker Chefinspektor.

Im Zusammenhang mit den Vorgaben der Bundesregierung zeigt die Polizei im Melk derzeit besondere Präsenz, wie Oberklammer bestätigt: „Sichtbare Präsenz der Kollegen ist derzeit besonders wichtig.“

Er appelliert auch daran, dass Anzeigenerstattungen wegen Missachtung der Vorgaben direkt an die Polizei gerichtet und nicht auf Facebook gepostet werden sollen. „Die Dienststellen sind rund um die Uhr besetzt. Wir können bei einem Hinweis sofort reagieren und es an die zuständige Streife weiterleiten“, sagt Oberklammer. Bisher gab es im Bezirk Melk einige wenige Anzeigenerstattungen wegen Missachtung des Corona-Maßnahmengesetzes.