Maßnahme gegen „Wurstsemmel-Diebe“ bei Merkur. Da immer mehr Feinkost-Waren gestohlen werden, sind Sackerln in der Melker Merkur-Filiale jetzt mit einer Diebstahlsicherung versehen.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 18. Februar 2020 (02:52)
Keine Chance den Feinkost-Dieben: Im Melker Merkur-Markt wurden Vorkehrungen gegen Langfinger getroffen.
Schweiger, Glück

Schnell für den Hunger zwischendurch eine Wurstsemmel bei der Feinkost-Theke bestellt – und die eingepackte Jause unbemerkt noch schneller in der Tasche verschwinden lassen: Da immer mehr Feinkost-Waren gestohlen werden, gehen jetzt die Merkur-Mitarbeiter der Filiale in der Bezirkshauptstadt gegen die Langfinger vor. Die Feinkost-Sackerln sind nun mit einer Diebstahlsicherung versehen (siehe Foto).

Dabei handelt es sich um ein österreichweites Pilotprojekt innerhalb des Rewe-Konzerns, zu dem Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg, Sutterlüty und die AGM zählen. Pressesprecher Paul Pöttschacher erläutert die Hintergründe: „Seit einigen Tagen werden die Feinkostwaren in Melk gesichert, weil es dort in der Vergangenheit immer wieder zu einer hohen Diebstahlsrate bei genau diesen Artikeln kam.“ Vor Ort versucht das Filialteam nun, mit dieser Maßnahme die Diebstähle einzudämmen.

„Das habe ich noch nie gehört, so etwas gibt es bei uns in den Spar-Märkten nicht.“ Nicole Berkmann, Sprecherin Spar

Die Feinkost-Sackerln werden im Melker Merkur aber nicht für immer mit den kleinen, schwarzen Sicherungen versehen sein. „Eine dauerhafte Schutzvorkehrung der Feinkostwaren ist aktuell weder in dieser Filiale noch in anderen Merkur-Märkten vorgesehen“, informiert der Konzernsprecher.

Nicht nur in Merkur- Märkten gibt es Feinkost-Theken. Es scheint allerdings so, als ob man einzig im Melker Merkur mit „Wurstsemmel-Dieben“ zu kämpfen habe. Nachgefragt bei anderen Supermärkten mit sortierten Fleisch-, Wurst-, und Käseabteilungen zeigt sich, dass es dort keinen Bedarf an einer eigenen Sicherung der Feinkostwaren gibt.

Spar-Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann verwundert die Maßnahme: „Das habe ich noch nie gehört, so etwas gibt es bei uns in den Spar-Märkten nicht.“

Vonseiten der Nah&Frisch-Märkte sieht Unternehmenssprecherin Ilse Gutmann aufgrund der räumlichen Struktur der Filialen kein Problem. „Wir orten hier diesbezüglich keinen Handlungsbedarf. Die Überschaubarkeit ist dank der räumlichen Flächen sowie des Zusammenhangs zwischen den Frischetheken und der Kassa gegeben“, erläutert Gutmann.