Kurz vorm „70er“ meisterte Melker die Extremtour. Herbert Blecha aus Melk wollte es noch einmal wissen. Zum dritten Mal umrundete er nun schon den Neusiedler See zu Fuß.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 16. Februar 2020 (06:19)
Vor dem Start der Extremtour noch ganz entspannt: Herbert Blecha aus Melk in Oggau am Neusiedler See.
privat

Herbert Blecha braucht den Adrenalinkick. Und zwar auch noch kurz vor seinem 70. Geburtstag. Zum dritten Mal stellte sich der ehemalige Melker Sport-Stadtrat der „24 Stunden Burgenland Extremtour“. Das gesteckte Ziel dabei: den Neusiedler See zu Fuß umrunden. 120 Kilometer, 24 Stunden Zeit. „Das ist eine fast menschenunwürdige Herausforderung für Körper und Geist“, spricht Blecha aus Erfahrung. Sowohl 2018 als auch 2019 ging er bei der Challenge im Burgenland an seine Grenzen.

Nach 120 Kilometern drei Kilo leichter

Das Wetter meinte es gut mit den Teilnehmern: keine Spur von Wind oder Regen beim Startschuss um 4.30 Uhr in der Früh in der Gemeinde Oggau am Neusiedler See. Am Radweg ging es über Rust, Mörbisch, danach durch Ungarn. Die Halbzeit wurde im burgenländischen Apetlon mit einer Würstelpause gefeiert.

Die letzten 30 Kilometer führten über Jois, Purbach, Donnerskirchen zum Ziel wieder nach Oggau. Kurz vor 0:30 Uhr hatte Blecha die 120 Kilometer hinter sich – in unter 20 Stunden. Spurlos vorbei ging die Extremtour an ihm aber nicht: „Ich habe an allen zwölf Labestationen viel getrunken, aber trotzdem drei Kilo abgenommen.“ Blasen an den Füßen hatte der Melker aber keine. „Das Karatetraining wirkt Wunder!“, schmunzelt er.