Melker Sonnensegel für den Hauptplatz. ÖVP präsentiert neue Lösung, um Platz in Sommermonaten lukrativer zu gestalten.

Von Markus Glück. Erstellt am 24. Juni 2021 (07:34)
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Der Hauptplatz ist aufgrund von wenig Schatten an heißen Tagen kein Ort zum Wohlfühlen.
Glück, Glück

Weit über die 30-Grad-Marke kletterten in den vergangenen Tagen die Temperaturen in der Bezirkshauptstadt. Eine Zeit, wo Schattenspender dringend gesucht werden. Für die SPÖ einmal mehr Grund, mit den heißen Temperaturen die Thematik Beschattung am Hauptplatz wieder aufzunehmen.

Laut ÖVP viele Möglichkeiten

„Seit 2019 liegen wir der ÖVP damit in den Ohren, passiert ist seither leider gar nichts“, ärgert sich SPÖ-Stadträtin Sabine Jansky. Dabei gäbe es laut ihr zahlreiche, auch kostengünstige, Möglichkeiten, um rasch Schatten auf den Hauptplatz zu bringen. So denkt Jansky etwa an flexible Zwischenlösungen zum Aufklappen oder portable Bäume. Auch der Einsatz von Sprühregen wäre eine Möglichkeit, die Bevölkerung und Touristen zum Verweilen am Hauptplatz einzuladen.

Um Lösungen zu finden, gab es seitens der SPÖ auch bereits Gespräche mit dem Melker Vorzeigebetrieb Fonatsch. „Die Firma hat uns kontaktiert und uns Möglichkeiten aufgezeigt“, betont Jansky, angesprochen auf mögliche Lösungen betont Geschäftsführerin Marie-Luise Fonatsch, dass es betreffend der Beschattung verschiedene effektive Möglichkeiten gäbe. „Sollte sich das Beschattungsprojekt zukünftig konkretisieren, stehen wir gerne für Rückfragen zur Verfügung“, bietet Fonatsch ihre Hilfe an.

Vonseiten der Stadtgemeinde luden Bürgermeister Patrick Strobl und Wirtschaftsstadträtin Ute Reisinger (beide ÖVP) vergangenen Montag zu einem Pressegespräch, wo auch neue Ideen für eine mögliche Beschattung des Hauptplatzes vorgestellt wurden.

Förderungen im Rahmen von STERNXL-Projekt

Im Rahmen des STERNXL-Stadterneuerungsprojekts plant Reisinger die Installierung von Sonnensegeln auf dem Hauptplatz. „Diese Lösung ist am praktikabelsten. Alle anderen Grünraumlösungen oder bauliche Maßnahmen sind aus verschiedenen Gründen schwer umsetzbar“, meint Reisinger. Gemeinsam mit dem Melker Architekten Clemens Aichinger soll das Konzept erarbeitet und die Kosten ermittelt werden.

Nachgefragt warum das Thema stets im Sommer aufpoppt und dann wieder versandet, betont Strobl: „Wir bemühen uns im Rahmen von SternXL um eine Förderung. Zudem sehen wir im Sommer auch, wo der Schatten notwendig ist.“ Ob es in diesem Sommer bereits zu einer Umsetzung kommen wird, darf aber eher bezweifelt werden. „Wir bemühen uns, das Projekt rasch umzusetzen“, meint Strobl.