Nachbar klärt Mythos um Peter Alexanders Sommerhaus. Seit Jahrzehnten erzählt man in der Region von Peter Alexanders Sommerhaus. Nachbar Frostl räumt mit diesem Gerücht auf.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 18. Juni 2019 (05:34)
dpa/Jörg Schmitt
Peter Alexander (*1926, † 2011) verbrachte seine Freizeit oft an der Donau.

Zwischen all den Sträuchern und Bäumen ist es leicht zu übersehen. Um das „Haus am Strom“, ein Ferienhaus direkt an der Donau zwischen Leiben und Emmersdorf, ranken sich aber nicht nur viele Pflanzen, sondern auch eine besondere Geschichte. Das in die Jahre gekommene Sommerhäuschen soll der österreichischen Entertainment-Legende Peter Alexander gehört haben.

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Auch VP-Vize Richard Hochratner hörte schon die Geschichte um das Ferienhaus.

„Wir haben als Kinder oft darin gespielt. Es hieß immer, dass das sein Ferienhaus ist“, erinnert sich VP-Vizebürgermeister Richard Hochratner zurück. Zumindest erzählt man sich das in der Region. Ein paar Meter neben dem „Haus am Strom“ wohnt Wilhelm Frostl. Der über 90-Jährige betreute gemeinsam mit seiner Frau das Häuschen, wenn gerade der Nachbar nicht darin wohnte.

Und das war laut Frostl nicht Peter Alexander – sondern ein Rechtsanwalt aus Wien. „Peter Alexander hat hier nie gewohnt. Ich weiß nicht, warum sich das so hartnäckig hält“, berichtet Frostl. „Wenn er wenigstens einmal einen Fuß hinein gesetzt hätte. Ich kann es mir nicht erklären.“

Der Entertainer fischte gern inkognito vor Ort

Der einzige Hinweis, von dem sich dieses Gerücht herleiten ließe, ist für Frostl die Tatsache, dass Peter Alexander gerne in der Region fischte. „Da war er inkognito unterwegs, mit großer Brille und Mütze im Gesicht. Aber mit dem ‚Haus am Strom‘ hat er gar nichts zu tun“, erzählt er. Einem Promi ist Frostl allerdings schon einmal bei der Villa begegnet. „Der deutsche Moderator Hans-Joachim Kulenkampff sah sich das Haus an. Er hatte aber doch kein Interesse.“

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Zwischen Leiben und Emmersdorf befindet sich entlang der Donau das „Haus am Strom“. Seit Jahrzehnten erzählt man sich in der Region, es hätte einmal Peter Alexander gehört.

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Nachbar Wilhelm Frostl räumt mit der Geschichte um die Sommer-Villa auf.

Das Grundstück, auf dem die kleine Villa steht, gehört heute den Bundesforsten. Vor Kurzem wurde der Zaun in Richtung Bundesstraße entfernt. „Er war schon mehr Gefahr als Schutz. Als Grundbesitzer kümmern sich die Bundesforste um den Zustand der Fläche“, informiert der örtliche Revierleiter der Bundesforste, Thomas Lengger. Das Ferienhäuschen selbst hat der Architekt Martin Ertl gepachtet. Auch er hat von der Peter-Alexander-Geschichte gehört.

„Und ich werde ständig darauf angesprochen. Herrn Frostls Theorie, dass sich das aufgrund seiner Fischerei-Ausflüge weitergesponnen hat, glaube ich auch“, meint Ertl. Der Architekt arbeitet an der Restaurierung des Gebäudes. Es soll wieder ein Wochenendhaus werden.