Der Mann, der allen richtig eingeheizt hat. Warum Ernst Schachinger vor 30 Jahren zum Heizwart von Randegg wurde und wie geheizt wird, erklärte der 83-Jährige der NÖN.

Von Anna Faltner. Erstellt am 17. Mai 2019 (04:50)
Faltner
Nach 30 Jahren als Heizwart übergibt Ernst Schachinger (links) diese Aufgabe an Peter Fuchsluger, der die Geschicke der Genossenschaft seit Herbst leitet.

Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit – sobald der Alarm am Telefon losging, war Ernst Schachinger zur Stelle. Von 1988 bis Herbst 2018 hatte er als Heizwart die volle Verantwortung für das Fernwärme-Heizwerk in Randegg. Und das war damals erst im Entstehen.

„Ich war absoluter Befürworter der Fernwärme. Mein Haus war auch das erste, in dem mit Fernwärme geheizt wurde“, erzählt der 83-Jährige stolz. So widmete er sich neben seiner Arbeit als Gemeindebediensteter in Randegg sowie seiner Funktion bei der Freiwilligen Feuerwehr (Schachinger war 15 Jahre lang Kommandant) vor 30 Jahren auch der des Heizwartes.

Was das genau bedeutet, wusste er damals noch nicht. „Das hat sich erst entwickelt. Meine Aufgaben waren die Übernahme der Hackschnitzel, die von den mittlerweile 30 Mitgliedern geliefert wurden. Danach werden sie gewogen, die Feuchtigkeit gemessen und eingelagert. Wichtig war es, darauf zu achten, dass genug Hackschnitzel da sind“, betont er. Pro Jahr werden nämlich rund 3.500 m³ Hackgut (direkt aus Randegg!) gebraucht.

Schachinger: „Bis in der Früh war alles behoben“

Aber damit nicht genug: Bei Störungen musste Schachinger jederzeit einsatzbereit sein. „Das passiert etwa, wenn zu große Holzstücke dabei sind, die nicht verarbeitet werden können. Meistens bekommt das aber niemand mit. In der Früh ist alles wieder behoben“, erzählt der Seniorenbund-Obmann stolz. Von seinem Haus aus hatte er auch den perfekten Überblick auf das Heizwerk. „Ich habe das wirklich gern gemacht. Die Arbeit hat nicht nur für mich, sondern für die ganze Region Sinn gehabt“, unterstreicht er.