Vorsicht ist das Gebot der Stunde. Über den Start des Nachwuchstrainings.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 20. Mai 2020 (10:03)

Die Vorfreude bei den Nachwuchskickern im Bezirk auf den Trainingsstart im Fußball ist groß. Da auch in der Schule vorübergehend noch keine Sportstunden stattfinden werden, bieten die Vereine die Möglichkeit, dass sich die Kinder unter Einhaltung der Richtlinien austoben können.

Dennoch gibt es noch einige Bremsen, die Bezirksklubs wie Melk lieber noch ein wenig zuwarten lassen. Die rechtliche Lage, wie es bei einer Infektion mit dem Coronavirus aussieht, ist für die Verantwortlichen noch nicht ganz geklärt. Auch die Frage, ab welcher Jugendstufe gestartet werden kann. Bei den Jüngsten ist es nur schwer möglich, den Zwei-Meter-Abstand entsprechend einzuhalten.

Zu groß sind die Wiedersehensfreude, der Hunger auf das Nachjagen des Balles nach so langer Abstinenz. Die sozusagen „kindliche“ Freude kennt eben auch keine Corona grenzen. Daher ist ein bedachtes Vorgehen unerlässlich. Einerseits hat der Fußball jetzt eine Chance, sich in Krisenzeiten auch als Vorreiter herauszukristallisieren, doch trägt er damit auch eine Riesenverantwortung. Jede Richtlinie wird auf das Genaueste kontrolliert und sollte sich herausstellen, dass sich Kinder, während eines Trainings mit dem Corona-Virus angesteckt hatten, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der bisher wieder gestattete Betrieb zur Gänze wieder heruntergefahren werden könnte.

Auch wenn sich bei den Klubs während der Zwangspause kreative Köpfe Gedanken über die Wiederaufnahme machten, ist überschnelles Agieren kontraproduktiv. Bei aller Euphorie gilt das Gebot der Vorsicht.