Radlobby bemängelt langsame Umsetzung in Melk. Radlobby-Obmann Christian Höller kämpft für Verbesserung für Radfahr-Enthusiasten in der Bezirkshauptstadt.

Von Markus Glück. Erstellt am 19. Mai 2019 (04:00)
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Die Radlobby kritisiert den fehlenden Radweg in der Adlmanseder-Straße und ...

Die Radlobby Melk gilt als vehementer Verfechter des Radverkehrs in der Bezirkshauptstadt. In den letzten Jahren erarbeitete Radlobbyist Christian Höller und sein Team eine Mängelliste, die an die Stadtgemeinde übergeben wurde.

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... die Ablehnung der Stadt, in der Lindestraße beim Bahnhof gegen die Einbahn zu fahren.

Nachgefragt, ob diese Mängel mittlerweile beseitigt sind, verneint Höller: „Leider kommen neue Mängel hinzu.“ Als Beispiel nennt er die neu gebaute Adlmanseder-Straße zwischen Hofer und Gesundheitszentrum Gottwald, wo der Radverkehr unberücksichtigt blieb. „Das macht Radfahren zu Betriebszeiten gefährlich“, ärgert sich Höller über das Versäumnis.

Ein Vorwurf, den VP-Vizebürgermeister Wolfgang Kaufmann entkräftet. Zwar habe die Stadtgemeinde einen Radweg mitgedacht, in der Praxis war dies allerdings wegen der vorhandenen Breite nicht umsetzbar. „Man kann das zwar fordern, dann hätte jedoch der für die Fußgänger errichtete Gehsteig nicht gebaut werden können, da eine weitere Grundabtretung von einem bis zu 1,5 Metern nicht möglich war“, betont Kaufmann.

Angesprochen auf die Mängelliste erklärt Kaufmann, dass viele Wünsche und Vorschläge der Radlobby zwar gut, in der Praxis aber leider oft schwer umsetzbar seien.

Dauerbrenner: Radeln gegen die Einbahn

Kritik gibt es von der Radlobby auch am derzeit noch fehlenden Radweg zwischen Löwenpark und der neuen Unterführung in Richtung Schuberth-Stadion. „Wir warten einmal ab, ob etwas gemacht wird, wenn die derzeitige Baustelle beendet ist“, meint Höller. Die Pläne für die Schließung der Radweglücke sind laut Kaufmann fertig. Die Umsetzung erfolgt in Abhängigkeit der Finanzierbarkeit in den nächsten Jahren, da in diesem Bereich durch den Bau des Radweges auch die Abt-Karl-Straße umgebaut werden muss.

Dauerbrenner der Radlobby ist auch das „Radfahren gegen die Einbahn“. Die Umsetzung erfolgt laut Höller sehr schleppend, zuletzt bei der Sparkassenstraße. „Bei der Lindestraße wird es strikt abgelehnt. Bei der Volksschule wurde die Öffnung bereits vor Jahren zugesagt, bis heute ist das nicht umgesetzt.“