Mathematura: Stifts-Lehrer fordern per Petition Reform. Für viele Schüler war sie ohnehin immer ein Schreckgespenst, die Mathematura. Doch jetzt wird sie zum roten Tuch:

Von Denise Schweiger. Erstellt am 29. Mai 2018 (12:05)
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Aufruhr im Lehrerzimmer des Stiftsgymnasiums Melk: August Mistlbacher, Regina Reisinger, Marion Voss-Peichl, Maria Gruber-Haunlieb und Christoph Neulinger (v. l.) betreuten die diesjährigen Mathe-Maturanten. Mit einer Petition und einem offenen Brief protestieren alle sechzehn Professoren gegen die Mathe-Zentralmatura.

Laut den ersten bundesweiten Ergebnissen der schriftlichen Zentralmatura sollen etwa 18 Prozent durchgefallen sein. Das ärgert nicht nur Maturanten, sondern auch Lehrer. Und zwei Melker Professoren so sehr, dass sie jetzt auf die Barrikaden steigen: August Mistlbacher und Werner Simoner vom Stiftsgymnasium Melk fordern via Online-Petition und offenem Brief an VP-Bildungsminister Heinz Faßmann eine Reform der Mathe-Zentralmatura.

Laut den Stifts-Lehrern mangelt es der Reifeprüfung an einem sinnvollen Beurteilungssystem: Ein "Befriedigend" wird nach dem derzeitigen Schema nämlich nach nur einem einzigen Punkteabzug zu einem "Nicht Genügend". Außerdem sei der zweite Teil viel zu textlastig gewesen - so hatten sprachlich schwächere Schüler einen gewaltigen Nachteil.

"Gerechteres, kompetenzorientiertes Konzept" gefordert

Die beiden Lehrer fordern eine Reform der Mathe-Matura, bei der erfahrene Lehrkräfte dabei helfen sollen, ein "gerechteres, kompetenzorientiertes Konzept" zu erstellen. Ihr Aufruf kommt im Internet zumindest schon gut an: Seit Dienstag, 11.30 Uhr, ist die Petition (www.openpetition.eu/!reformzentralmatura) online - und bereits über 250 Unterstützer haben digital unterschrieben.


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