Schiffs-Fäkalien-Entsorgung: SPÖ fordert Transparenz. Aussagen von Schiffstationen GmbH rufen SP-Stadtrat Jürgen Eder auf den Plan.

Von Markus Glück. Erstellt am 22. September 2019 (05:00)
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Nächste Runde im Streit um die fachgerechte Entsorgung von Fäkalien der Donaukreuzfahrtschiffe: Nachdem der Prüfungsausschuss die Entsorgungsanlage in Melk ins Visier genommen und die FPÖ eine bessere Vermarktung der Anlage gefordert hatte, widersprach Birgit Brandner-Wallner von der Donau Schiffstationen GmbH der Darstellung der Stadt.

Laut ihr habe die Stadt im Jahr 2012 nicht nur Abwasseranschlüsse, sondern auch Trinkwasser-Anschlussmöglichkeiten errichtet. Die Geschäftsführerin dementierte auch die Aussage des VP-Stadtrats Anton Linsberger, dass die Stadtgemeinde nicht wisse, welchen Betrag die Donau Stationen GmbH an die Schiffe weiterverrechne. Kritik gab es auch an den hohen Abgabepreisen in Melk, laut Brandner die höchsten an der ganzen österreichischen Donau.

Nach den Aussagen von Brandner fordert SP-Stadtrat Jürgen Eder jetzt VP-Bürgermeister Patrick Strobl zur vollen Transparenz bei den tatsächlichen Kosten für Abwasserentsorgung und Trinkwasserbelieferung auf. „Ich erwarte mir Fakten. Der Bürgermeister soll alles auf den Tisch legen und Klarheit in die Angelegenheit bringen. Ich will wissen, welche Einnahmen die Stadt lukriert“, meint Eder.

Verärgert zeigt sich der Stadtrat aber auch über Aussagen von Brandner über die angeblich höchsten Kosten entlang der Donau. „Das stimmt nicht, wir haben unsere Tarife an das Niveau aller anderen Gemeinden angepasst“, betont Eder.