Ybbs: Zurück im beliebten „Bermudadreieck“. Zwei der drei Lokale in der Fortgehmeile sind wieder geöffnet. Die NÖN schaute am Wochenende zu einem Lokalaugenschein im „Fassl“ und Roadhouse vorbei.

Von Lea Babinger. Erstellt am 23. Juni 2021 (05:08)

„Ausweis und einen Nachweis von einem der 3 Gs bitte“. Der erste Satz, der einem von den Securities beim Betreten des Roadhouse entgegenschallt. Danach folgt die schriftliche Registrierung, der Weg bis zum Tisch wird mit einer FFP2-Maske im Gesicht bestritten.

Seit wenigen Wochen ist das Roadhouse und das Pulverfass im Ybbser Bermudadreieck wieder geöffnet, für die NÖN Grund genug, um am Wochenende für einen Lokalaugenschein vorbeizuschauen.

„Wir hatten ein wirklich junges Publikum, das sind wir normalerweise gar nicht so gewöhnt. Es ist wirklich gut angelaufen.“ Karl Draxler, Pulverfass

Roadhouse-Betreiber Rudolf Heimberger hat bis zu sechs Securites eingeteilt, um die Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen zu überwachen. „Es ist etwas kompliziert am Eingang. Wir müssen nicht nur das Mindestalter von 16 Jahren, sondern auch die 3G-Regeln beachten“, erzählt er. Stolz ist er auch auf ein Lob der Behörden: „Wir sind eines der Lokale, wo es die wenigsten Probleme gibt.“

Die gleichen Regeln gelten auch im benachbarten „Pulverfass“ von Karl Draxler und Tobias Wiesenbacher. Dort wurden zwei Personen extra angestellt, um die Kontrollen bestmöglich zu überwachen. „Das nehmen wir aber gerne in Kauf. Die Menschen kommen schon mit dem Handy in der Hand oder einen anderen Nachweis. Für sie ist das mittlerweile selbstverständlich“, schmunzelt Draxler.

Coronapause für Renovierungen genutzt

Die stille Zeit nutzten die Pulverfass-Betreiber für Renovierungsarbeiten an der Schankanlage, wodurch es zu einer höheren Produktqualität kommen soll. Daneben wurde der, bereits im vergangenen Sommer gut angenommene, Gartenbereich vergrößert. Trotz der aktuellen Corona-Maßnahmen tut es wieder gut, mit Freunden in den Clubs unterwegs zu sein und die Atmosphäre zu genießen. Wenn im Hintergrund die klassische Roadhouse-Musik läuft, fühlt man sich rasch wieder in die Zeit vor Corona zurückversetzt. Beim NÖN-Lokalaugenschein funktioniert auch der Maskengebrauch großteils gut.

Der Großteil der Gäste hält sich an Vorgaben

Von 95 Prozent der Besucher, die sich an alle Vorgaben halten, spricht auch Draxler. „Leider gibt es immer einen kleinen Rest, der sich nicht an die Vorgaben hält. Wir haben aufgrund des großen Ansturms zuletzt auch einen Zaun gebaut. Damit verhindern wir, dass Personen sich in das Lokal schmuggeln und die Personenzahl überschritten wird“, erzählt Draxler.

Das erste Wochenende im Pulverfass ist gut angelaufen, damit haben die Besitzer gar nicht gerechnet. „Wir hatten ein wirklich junges Publikum, das sind wir normalerweise gar nicht so gewöhnt“, erzählt Draxler, der auch seine Gäste lobt: „Wenn um Mitternacht Sperrstunde ist, sind spätestens um halb eins alle weg.“

Mitarbeiter in Kurzarbeit

In der Corona-Pandemie haben beide Lokale keine ihrer Mitarbeiter verloren, die Zeit wurde mit Kurzarbeit überbrückt. Roadhouse-Betreiber Heimberger beklagt derzeit allerdings die Problematik der Suche nach neuen Mitarbeitern. Er regt steuerliche Verbesserungen und einen besseren Kollektivvertrag für die Branche an, um den hohen Standard an kulinarischer Kultur in Österreich zu erhalten.

„Der positive Aspekt ist, dass es durch die fehlenden Feste im Sommer bei uns zu mehr Besuchern kommt“, sieht Heimberger hoffnungsfroh in die nächsten Monate.

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