Zwei „Streuner“ auf Tierschutz-Mission. Sandor Buz und sein Hund Gyango legen zu Fuß 1.300 Kilometer zurück, um Spenden für Tierheime zu sammeln.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 23. April 2021 (05:38)
Sandor Buz ist gebürtiger Rumäne und wohnt mit seinem Hund Gyango in Hofstetten im Pielachtal. Die beiden sind acht Wochen unterwegs, um Spenden für das Tierschutzprojekt in Rumänien des St. Leonharder Vereins „Robin Hood“ zu sammeln.
Robin Hood, Robin Hood

Ein Mann, ein Hund, eine Rollreisetasche und 8,50 Euro in der Tasche: Anfang April machten sich Sandor Buz und sein treuer Begleiter Gyango auf eine besondere Reise.

Auf zwei Beinen und vier Pfoten legen die beiden 1.300 Kilometer in acht Wochen zurück, um Spenden für das Tierschutzprojekt in Rumänien des St. Leonharder Vereins „Robin Hood“ zu sammeln. Gestartet sind Buz und Gyango in Mariazell, aktuell sind sie in Ungarn unterwegs.

Auf zwei Beinen und vier Pfoten

„Sandor lebt während seiner Reise wie ein Streunerhund – im Freien übernachten, essen, was er an Spenden bekommt“, informiert „Robin Hood“-Obfrau Marion Löcker.

Gyango war selbst einmal ein rumänischer Streuner – Sandor Buz gab ihm ein neues Zuhause und sammelt nun Spenden für zwei Tierheime in Rumänien.
Robin Hood

Die gesammelten Spenden kommen zwei Tierheimen im rumänischen Reghin zugute. „Dort leben etwa 300 Hunde, seit Jahren unterstützt ‚Robin Hood‘ diese Einrichtungen“, erläutert Löcker.

Buz ist selbst gebürtiger Rumäne: Er kam, als er ein Jahr alt war, nach Österreich. Und auch sein Hund hat rumänische Wurzeln: Als Buz die Tierheime in Reghin besuchte, sah er Gyango – und gab ihm ein Zuhause.

Herzlichkeit der Leute motiviert das Duo

„Ich verstehe mittlerweile sehr gut, wie sich ein Streuner nach einem sicheren Platz oder einfach nur nach Schutz vor dem Wetter sehnt“, berichtet Buz von seiner Reise. Aber auch wenn die Umstände beschwerlich sind – die Herzlichkeit der Menschen, die er trifft, motiviere ihn.

Buz und Gyango wurden schon Übernachtungsmöglichkeiten, Essen, Getränke sowie Futter und Leckerlis bereitgestellt. Und auch Geldspenden: Ziel ist es, 5.000 Euro zur Unterstützung der Tierheime zu sammeln.