Verein Young: Die Problemlöser aus der Distanz. Die Schulen standen still – die Sorgen der Schüler blieben. Gerda Beneder vom Verein Young über Sozialarbeit während Corona.

Von Philipp Haunschmid. Erstellt am 22. Mai 2020 (03:43)
Gerda Beneder ist die Geschäftsführerin des Vereins Young.
privat

Fast zwei Monate blieben die Klassenzimmer des Bezirks leer. Nach und nach erklingen jetzt – nach der Coronapause – erstmals wieder die Schulglocken in den meisten Bildungseinrichtungen. Vom Lockdown der Schulen betroffen waren aber nicht nur die Schüler und deren Familien, sondern auch die Sozialarbeiter, die im Schulalltag den Schülern zur Seite stehen.

„Unsere Sozialarbeiter sind selbstverständlich trotz der Coronakrise im Einsatz. Ihre Tätigkeiten haben sich nicht verändert, sie sind noch immer für alle Schüler da. Die Arbeitsweise ist aber komplexer“, erklärt Gerda Beneder, die Geschäftsführerin des Vereins Young und Fachleiterin im Bezirk Melk.

Angeboten wird die Unterstützung der Sozialarbeiter im Bezirk Melk in vier Orten: in Krummnußbaum an der Neuen Mittelschule (NMS) und der Volksschule (VS), in Melk und Persenbeug in der NMS und in Loosdorf in der NMS, der VS und der Allgemeinen Sonderschule. „Im Schulalltag sind die Sozialarbeiter meistens mindestens einen Tag pro Woche in der Schule und sind direkt im Kontakt mit den Schülern. Nun funktioniert die Kommunikation elektronisch“, beschreibt Beneder das Angebot.

Online bedeutet im Fall der Sozialarbeiter per E-Mail, Telefon oder über eine E-Learning-Plattform. „Die Sorgen und Probleme der Schüler sind auch andere als in der normalen Schulzeit. Insgesamt ist es aktuell schwerer, in Kontakt zu bleiben.“ Dennoch sollen sich Schüler, die Sorgen und Bedenken haben, immer melden: www.young.or.at.