ÖVP auf Suche nach Spitzenkandidaten. Erst im Herbst will Parteichef Kratzer Listenersten präsentieren. Gebietsbäuerin Dammerer als mögliche Kandidatin.

Von Markus Glück. Erstellt am 20. August 2019 (04:21)
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v.l.n.r.: Ewald Becksteiner war 2015 Spitzenkandidat der Volkspartei. Silke Dammerer könnte 2020 für die ÖVP als Spitzenkandidatin antreten. VP-Parteichef Gert Kratzer will die SP-Absolute in der Stadt brechen.

Bei der Gemeinderatswahl 2015 war VP-Stadtrat Ewald Becksteiner Spitzenkandidat der Ybbser ÖVP. Wer bei der kommenden Gemeinderatswahl – voraussichtlicher Wahltermin ist Ende Jänner 2020 – in den Ring steigen wird, ist derzeit noch offen. „Wir sind gut aufgestellt und bereiten unsere Themen vor. Bei unserer Liste wird es kleinere Umstellungen geben“, will VP-Stadtparteichef Gert Kratzer den Spitzenkandidaten beim traditionellen Herbstempfang vorstellen.

Während die aktuelle Dreierspitze um Kratzer und die beiden Stadträte Ewald Becksteiner und Harald Ebert zum Favoritenkreis zählt, hört man in der Stadt auch immer wieder den Namen der Gebietsbäuerin Silke Dammerer. Auf NÖN-Nachfrage zeigt sie sich interessiert, betont aber, dass noch keine Entscheidung gefallen sei: „Ich bin beruflich sehr eingespannt und wir haben einige geeignete Kandidaten. Wir werden Gespräche führen.“

„Der Schiffstourismus ist wichtig. Ich glaube aber, dass die Radtouristen wichtiger sind und wir hier Akzente setzen müssen.“Gert Kratzer, ÖVP

Bei den Themen hat die ÖVP vor allem die Innenstadt und den Tourismus im Fokus. „Der Schiffstourismus ist wichtig. Ich glaube aber, dass die Radtouristen für die Stadt wichtiger sind und wir hier Akzente setzen müssen“, meint Kratzer. Die Angebote der Innenstadt sollten sich laut VP-Parteichef nicht nach Schiffstouristen, sondern nach den Ybbsern richten. „Nahversorgung in der Innenstadt sowie Kinderbetreuung sind derzeit wichtige Themen für die Bevölkerung“, meint Kratzer.

Zwingenden Handlungsbedarf sieht die ÖVP auch im Bereich Busbahnhof. „Hier gehört schleunigst ein Kreisverkehr her. Das ist eine Gefahr für unsere Kinder“, ärgert sich Becksteiner, der auch glaubt, dass sich der derzeit stockende Verkehrsfluss in diesem Bereich durch einen Kreisverkehr rasch ändern würde.

Als Wahlziel gibt die ÖVP das Brechen der SP-Absoluten aus und will dafür vermehrt auch auf ihre Arbeit aufmerksam machen. „Projekte wie den Hochwasserschutz macht die SPÖ nicht alleine“, betont Kratzer.