Gastro-Öffnung: Mangel an Personal als Problem.  Bei den Maßnahmen im Bezirk Mistelbach gibt es noch Unklarheiten, Fachpersonal ist knapp, die Wirte rechnen aber mit großem Andrang.

Von Kathrin Schlegelhofer. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:43)
Bezirksvertrauensmann Roland Krammer wartet auf eine offizielle Verordnung und ist gespannt, ob die Betriebe genug Fachpersonal finden, im Bild mit Gattin Ruth.
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 Seit kurzem ist klar, dass die Gastronomie nach ungefähr einem halben Jahr Zwangspause am 19. Mai wieder öffnen darf. Wie bereiten sich die Betriebe im Bezirk auf den Stichtag vor?

Vor allem wird das Personal für die neuen Maßnahmen geschult, auch wenn es hier teilweise Unklarheiten gibt. „Es gibt noch keine offizielle Verordnung“, erzählt Bezirksvertrauensmann Roland Krammer vom Gasthaus Neunläuf in Hobersdorf.

Offen ist mancherorts auch noch, wie die Vorgaben umgesetzt und überprüft werden sollen. Monika Neustifter vom gleichnamigen Hotel meint dazu: „Die Maßnahmen zu kontrollieren ist ein zusätzlicher Aufwand und wir hoffen ganz stark auf die Hilfe der Gäste“. Wichtig ist auch, den Gästen die Maßnahmen gut zu vermitteln, dass sich einzelne nicht testen lassen wollen, wird es wohl auch in der Gastronomie geben.

Wie im Hotel Neustifter sucht man auch in vielen anderen Betrieben nach Personal, „das ist allgemein ein großes Problem, es wird interessant, ob jeder genug Fachpersonal findet“, so Krammer.

Facelifting im Gastro-Lockdown: Das Mistelbacher Harlekin präsentiert sich deutlich aufgefrischt: Max, Erika und Walter Kruspel an der Bar im aufgefrischten Kult-Café.
Michael Pfabigan

Auch Herbert Müllebner, Schurlwirt in Pillichsdorf, weiß: „In der Gastronomie verdienen die Mitarbeiter nicht viel oder schwer und in der Kurzarbeit ist es dann noch schwerer“.

Rückblickend haben einige Gastronominnen und Gastronomen die Schließung gut genützt, zum Beispiel durch Umbau- oder Renovierungsarbeiten. „Wir haben die Zeit genutzt, um das Harlekin schöner und edler zu machen“, so Walter Kruspel.

„Seit einer Woche sind wir mit unseren Mitarbeitern dabei, die letzten Besorgungen und Vorbereitungen zu treffen“, erzählt Josef Juen, der im Lockdown das Dorfwirtshaus in Hörersdorf übernommen hatte und mit 19. Mai dort öffnet. Grundsätzlich will er seinen Kunden jetzt ein dichtes Programm mit heimischen Künstlern bieten.

Und was erwarten sich die Unternehmerinnen und Unternehmer? Karl Polak vom Restaurant „Zur Linde“ meint: „Wir werden stark starten und dann auf ein normales Niveau kommen“. Bei spontanen Besuchen soll man auch vor Ort Selbsttests machen können.

Schwierig wird es weiterhin für Betriebe, die vor allem auf große Feiern ausgelegt sind. Generell werden in der Gastronomie aber genug Gäste erwartet, beim Schurlwirt hat man sogar den Ruhetag gestrichen. „Wir brauchen uns keine Sorgen machen, dass keine Gäste kommen“, meint Polak, „wir müssen uns eher überlegen, wie wir sie alle bedienen können“.

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