Gemeinderatswahl 2020: Vier Wechsel sind fix. In Mistelbach, Wildendürnbach, Drasenhofen und Großharras werden die Ortschefs nicht mehr antreten.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 18. September 2019 (04:34)
Wodicka; Foto-Montage Alex König

Seit der Vorwoche ist es fix: Wir Niederösterreicher werden am 26. Jänner unsere Gemeinderäte wählen.

Und: Egal, wie die Wahlen ausgehen: In vier Gemeinden wird es auf jeden Fall neue Bürgermeisterinnen oder Bürgermeister geben, weil sich die Ortschefs nicht mehr der Wahl stellen. In Mistelbach, Wildendürnbach, Drasenhofen und Großharras ist ein Wechsel an der Gemeindespitze fix. Und in einer Gemeinde, in Ulrichskirchen-Schleinbach, tritt eine neue Bürgerliste an.

Mistelbachs Bürgermeister Alfred Pohl zieht sich nach 20 Jahren als Bürgermeister aus seiner Funktion zurück. Hier soll der bisherige Vize Christian Balon das Ruder übernehmen. In Wildendürnbach will Herbert Harrach, er ist Bürgermeister seit 2002, an Manuela Leisser übergeben. „18 Jahre Bürgermeister sind genug“, meinte er lachend zur NÖN, als die Nachfolgeregelung bekannt gegeben wurde.

Zehn Jahre war Reinhard Künzl Bürgermeister von Drasenhofen, die ÖVP wird in der nördlichsten Gemeinde des Bezirks mit Horst Frank in die Wahl gehen.

Vier Bürgermeister vor Wahl ausgetauscht

Noch nicht fixiert hat man in Großharras, mit wem die ÖVP in die Wahl starten will: Bürgermeister Josef Windpassinger, seit 2010 Bürgermeister, würde gerne sein Amt abgeben und versichert, dass er sich sicher nicht mehr der Wahl stellen wird. Passende Nachfolger scheinen sich aber noch zu zieren, hört man aus der Partei.

In vier Gemeinden wurden die Bürgermeister schon vor der Wahl ausgetauscht: 2017 übernahmen in Staatz Daniel Fröschl und in Großengersdorf Christian Hellmer, seit 2018 ist Doris Kellner Bürgermeisterin in Bernhardsthal. Gleich mehrmals seit der Wahl 2015 hat Ladendorf den Ortschef ausgetauscht: Othmar Matzinger legte 2016 zurück, ihm folgte Manfred Hager, der 2017 von Thomas Ludwig abgelöst wurde. Mit ihm wird die ÖVP in die Wahl gehen.

Durchaus möglich ist ein Bürgermeisterwechsel in Kreuzstetten: Dort hatte die ÖVP 2015 nach parteiinternen Streitigkeiten die Mehrheit verloren, SPÖ-Bürgermeister Adi Viktorik wurde mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und FPÖ zum neuen Bürgermeister gewählt. Hier wird es spannend, wie stark die SPÖ mit ihrer Arbeit überzeugen konnte und wie weit ÖVP-Vizebürgermeister Johannes Freudhofmaier wieder Ruhe in die Partei gebracht hat.

Starke Bürgerlisten in Laa, Ladendorf und Mistelbach

Spannend wird es natürlich in Laa, Ladendorf und Mistelbach - in allen drei Gemeinden gibt es starke Bürgerlisten, die alle wieder antreten wollen. Neu kandidieren wird in Ulrichskirchen-Schleinbach die Liste best rund um Richard Leeb.

Heiß ist der Wahlkampf bereits in Laa: Hier hat proLAA-Frontfrau Isabella Zins im Gemeinderat bereits zum politischen Hallali auf ÖVP-Stimmanteile und Bürgermeisterin Brigitte Ribisch geblasen. Verhältnismäßig ruhig ist es noch in Mistelbach und Ladendorf, wo sich die Liste aktiver Bürger (LaB) und MUT noch zurückhaltend zeigen. Ein Antreten soll aber fix sein. Hinsichtlich Kandidaturen wird die FPÖ wieder probieren, in allen Gemeinden anzutreten, die Grünen versuchen endlich wieder eine Gruppe in Mistelbach und vielleicht in Laa auf die Beine zu stellen. Probiert soll auch wieder Gaweinstal werden. Und auch die NEOS werden zumindest in Mistelbach und Laa eine Kandidatur anstreben - beide gelten als relativ fix.

Nicht gewählt wird übrigens in Wolkersdorf und Pillichsdorf: Dort hatte sich der Gemeinderat vorzeitig aufgelöst, die Wahlen fanden bereits im Frühjahr statt und die Amtsperiode der Gemeinderäte verlängert sich damit um ein Jahr bis zur nächsten regulären Wahl 2025.

Umfrage beendet

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