Bezirk Mistelbach: Knapp 1.000 mehr auf Jobsuche. "Auch bei uns im Bezirk Mistelbach hat sich die Lage ab Mitte März zugespitzt: Die Arbeitslosigkeit ist rasant angestiegen", sagt die Leiterin des AMS Mistelbach Marianne Bauer "So hatten wir in der ersten Märzhälfte noch ein minus von 9,2 Prozent an Arbeitssuchenden gegenüber dem Vorjahr, doch dann ist die Zahl um 33,8 Prozent gestiegen, dies ist der höchste Bestand seit mehr als zehn Jahren.“ 3.153 Menschen sind ohne Job, knapp 1.000 mehr, als vor einem Jahr.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 01. April 2020 (11:26)
Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

Insgesamt ergibt sich so ein Zuwachs von 41,3 Prozent  gegenüber dem Vorjahr, über 900 Personen mehr sind somit beim AMS gemeldet. Einige Wiedereinstellung sind nicht zustande gekommen. 

Bei den Betrieben setzen sehr viele auf Kurzarbeit und hoffen so, ihre MitarbeiterInnen zu halten und sie nicht kündigen zu müssen.

Die Mitarbeiter des AMS Mistelbach arbeiten auf Hochdruck um alle Anträge zu bearbeiten und die Auszahlungen so zeitnah wie möglich zur Anweisung zu bringen. Die Anträge auf Kurzarbeit werden zentral vom AMS Niederösterreich erledigt – die Vorprüfung erfolgt in den regionalen Geschäftsstellen und wird dann weitergeleitet. Ein Team von AMS Mitarbeiter wurde nun extra für die Berechnung und Abrechnung abgestellt, um auch hier eine rasche Bearbeitung zu ermöglichen.

"Wir ersuchen unsere Kunden von Urgenzen abzusehen und die Unterlagen nur einmal zu schicken, unsere Postkanäle gehen derzeit über und es kommt oft zu mehrfach Einbringungen, die die Bearbeitung erschweren und ein enormer Mehraufwand sind", sagt Bauer: "Wir arbeiten hier alle auf Hochdruck um die Anliegen zu beantworten. Termine gibt es derzeit keine, die Kunden werden von den AMS-Mitarbeitern informiert, sobald wir wieder in eine Regelbetrieb übergehen können. "