Viel mehr Grün & Parkdeck für Mistelbachs Hauptplatz. Die Mistelbacher wünschen sich vom Zentrum deutlich mehr Aufenthaltsqualität.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 19. Februar 2020 (04:58)
Wie soll der Hauptplatz der Zukunft aussehen? Dabei können die Mistelbacher jetzt mitreden: Ein erstes Brainstorming fand im Stadtsaal statt. Foto: Michael Pfabigan
Michael Pfabigan

 Der künftige Hauptplatz soll grüner sein, es soll genügend Parkraum zur Verfügung stehen, aber der soll nicht überhandnehmen.

Und: Die Parkraumbewirtschaftung im Zentrum scheint nicht mehr Tabu zu sein. Wobei gerade hier Stefan Lettner von der Zentrumsberatungsfirma CIMA warnte: „Je ländlicher das Umfeld, desto mehr werden kostenlose Parkplätze erwartet.“ Statt der Parkplätze am Hauptplatz solle es eine Tiefgarage oder ein Parkdeck im Bereich Jandlareal geben. Das Zentrum soll gemütlicher werden und Zonen für Veranstaltungen haben.

Vor allem soll das Zentrum grüner werden, Bäume und natürliche Schattenspender kommen, vielleicht sogar begrünte Hausfassaden. Die Mistelbacher wünschen sich einen Park oder zumindest Grünflächen, manche sogar eine Wasserfläche.

Das sind stark vereinfacht die Eckpunkte der Wünsche der Mistelbacher, geht es um den zukünftigen Hauptplatz, die bei einem Workshop im Stadtsaal gesammelt wurden.

Bürger reden bei den Planungen mit

Die Stadt überlegt derzeit, wie sie ihr Zentrum zukunftsfit gestalten kann. Auf dem Weg dahin wird Mistelbach von der Firma CIMA begleitet, die Mistelbach schon seit Jahren mit Analysen und Beratungen begleitet – und daher die Weinviertelmetropole gut kennt.

Die Ideen für die Gestaltung werden auf mehreren Ebenen gesammelt: Zum einen gab es eine Fragebogenaktion mit Bewohnern, Hausbesitzern und Unternehmern, insgesamt knapp 650 Personen machten dabei mit. Als zweiten Schritt gab es die Zukunftswerkstatt, bei der im Stadtsaal in Gruppen „gebrainstormt“ wurde.

CIMA wird die Ergebnisse aus beiden Ideensammelaktionen verschmelzen, weitere öffentliche Diskussionen und Zukunftswerkstätten folgen. Das Bemerkenswerte dabei: Die Stadtpolitiker sind bei der Veranstaltung nur Zuhörer. Der für die Innenstadt zuständige Vizebürgermeister Erich Stubenvoll beschränkte sich auf Begrüßung und Verabschiedung: „Mehr ist hier nicht meine Aufgabe“, sagte er knapp, hielt sich im Hintergrund und bremste allzu eifrige Gemeinderäte ein.

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