Ist Mistelbach für ein Blackout gerüstet?. Stadträtin Andrea Hugl rüstet die Gemeinde für Katastrophen auf.

Von Jennifer Heß. Erstellt am 14. Mai 2021 (03:41)
FF-Kommandant Claus Neubauer, Gemeinderat Heinrich Krickl und Stadträtin Andrea Hugl bei einer Besprechung wegen neuer Notstromaggregate.
Josef Schimmer

Wie gut sind wir für ein Blackout gerüstet? Für die Stadträtin Andrea Hugl ist es eine der vordringlichsten Aufgaben, alles daran zu setzen, dass die Stadtgemeinde Mistelbach auf so einen Katastrophenfall, wie ihn ein großflächiger Stromausfall, ein sogenanntes Blackout darstellt, gut vorbereitet und gerüstet ist, wenn gewohnte Abläufe abrupt nicht mehr funktionieren.

Im vergangenen Jänner schrammt Europa haarscharf an einem großflächigen Stromausfall vorbei. „Zu verhindern wird ein Blackout höchstwahrscheinlich nicht sein, aber wir können uns darauf vorbereiten, wenn durch einen längeren Stromausfall plötzlich die gesamte Wirtschaft, die Verwaltung vom Bund über die Länder bis zu den Gemeinden aber auch alle privaten Lebensbereiche nicht mehr so funktionieren, wie wir es gewohnt sind“, so die Stadträtin.

Im Katastrophenfall sind die Gemeinden die erste Anlaufstelle für die Bevölkerung. Da vermutlich die Hilfe von außen nur sehr eingeschränkt erfolgen wird, muss die Gemeinde in der Lage sein, auftretende Probleme vor Ort zu lösen und die notwendigen Hilfestellungen und Unterstützungsmaßnahmen zu gewähren.

„Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich zum Thema „Katastrophenschutz und Blackout“ bereits zu zwei Sondergemeinderatsausschüssen eingeladen und ein Dritter ist in Vorbereitung. Ich bin sehr froh darüber, dass alle Ausschussmitglieder engagiert mitmachen“, freut sich Hugl. Eine bereits ausgearbeitete Katastrophenschutzmappe und ein Katastrophenschutzplan wurde bereits gemeinsam mit dem Feuerwehrkommandanten Claus Neubauer besprochen.

Ebenso die Sicherstellung der Müllentsorgung, der Kommunikationswege, der Notstromversorgung sowie die notwendige Versorgung mit Treibstoff. Gemeinsam mit Gemeinde-Infra-stuktur-Chef Leopold Bösmüller wurde die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung besprochen. Auch das Fehlen von Notstromaggregaten wurde aufgezeigt, sodass vereinbart wurde, dass nach Ausarbeitung der Bedarfsliste der Ankauf von Aggregaten im Budget für 2022 vorzusehen ist.

Stadträtin Andrea Hugl ist in den Katastralgemeinden unterwegs um geeignete Gebäude für „Notversorgungsstellen“ zu suchen und, wenn möglich noch heuer, auch zu etablieren und mit Einspeisemöglichkeiten auszustatten.

Diese Notstromstellen sind notstromversorgte, öffentlich zugängliche Gebäude, die allen Bürgern im Katastrophenfall für Information, Kommunikation, medizinische Versorgung, Verpflegung von Kleinkindern und alten Menschen und mehr zur Verfügung stehen sollen. Erfreulicherweise, so Katastrophenschutz-Stadträtin Hugl, wurden in einigen Ortsgemeinden bereits Vorbereitungen dafür getroffen.