Tempoanzeige bremst ein. Gemessenen Spitzenwert lieferte die FF im Einsatz. Im Durchschnitt fahren Autofahrer mit 51,9 km/h an der Anzeige vorbei.

Von Claudia Mimlich. Erstellt am 20. Februar 2020 (04:34)
Mobile Geschwindigkeitsanzeigen halten zu Aufmerksamkeit an.
NOEN

Die von der Geschwindigkeitsmessanlage Standort Ladendorf Bahnstraße gemessenen Geschwindigkeiten im Zeitraum vom 8.1. bis 8.2. wurden ausgewertet und veröffentlicht. Eine mobile Messanlage wird nicht zur Strafermittlung eingesetzt, sondern soll auf den Kraftfahrer erzieherisch einwirken und ihn auf seine gegebenenfalls zu hohe Geschwindigkeit aufmerksam machen.

In einem internen Speicher können für statistische Auswertungen allgemeine Daten gespeichert werden, ohne dass einzelne Verkehrsteilnehmer identifiziert werden können. Die von weiter Entfernung erkennbare Anzeige soll laut Hersteller einen erzieherischen Aspekt haben, weil alle Umstehenden die Geschwindigkeitsüberschreitung des Gemessenen erkennen können. Dass das Prinzip funktioniert, kann man anhand der Ergebnisse von Ladendorf erkennen, wobei die Durchschnittsgeschwindigkeit von 51,9 km/h bei 50.935 Messungen über besagten Zeitraum noch immer ein wenig über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit im Ortsgebiet liegt.

Die höchstgemessene Geschwindigkeit in diesem Zeitraum lag bei 102 km/h zu nächtlicher Stunde, allerdings - wie sich später herausstellte - war der „Raser“ die FF im Einsatz. Die Berechnungen ergaben eine Gesamtreduktion der Geschwindigkeit von 5,7 km/h. „Natürlich könnte das Ergebnis besser sein, aber es ist schön zu sehen, dass die Leute doch vermehrt auf die Bremse steigen“, so Bürgermeister Thomas Ludwig. Gemäß Unfallforschern bewirken die mit Smileys statt Zahlen ausgestatteten Anlagen die gleichen Erfolge bei der Temporeduzierung.