Neues Gastrokonzept für Bar und zwei Restaurants. Nach dem Gastro-Lockdown teilt sich Karl Polaks „Zur Linde“ in Mistelbach in ein Wirtshaus und ein zwei-Hauben-Lokal, das Harlekin wird ab 22 Uhr zur trendigen Bar.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 12. Mai 2021 (04:51)
Das Restaurant „Zur Linde“ wird in einen Wirtshausteil und in ein Zwei-Haben-Restaurant geteilt: Gastronom Karl Polak, Restaurantleiter Günther Suda, Service-Chefin Martina Germitsch und Zweihaubenkoch Hannes Langer.  
M. Pfabigan

Mit neuen gastronomischen Konzepten kommen zwei Lokale aus dem halbjährigen Gastro-Lockdown: Das Restaurant „Zur Linde“ wird in einen Gourmet-Teil und in einen Wirtshausküche-Bereich getrennt, das Café Harlekin verwandelt sich ab 22 Uhr in eine edle Bar. Das allerdings erst, wenn Nacht-Öffnungszeiten möglich sind.

„Hannes Langer hat für uns die zweite Haube erkocht, deshalb splitten wir das Lokal in zwei Teile“, verrät Gastronom Karl Polak: „In das zwei-Hauben-Restaurant „Wintergarten“ und in die Linde, in der wir gute Wirtshausküche bieten.“

Warum die Trennung, bisher liefen Hauben- und Wirtshausküche auch parallel? „Wir brauchen die Trennung, um uns küchen- und servicetechnisch weiterentwickeln zu können“, sagt Polak: In der Haubenküche kommt es, mehr als in der gehobenen Wirtshausküche, auf abgestimmte Garzeitpunkte an, das Arbeiten ist insgesamt aufwendiger. Und auch im Service ist die Betreuung der Kunden um einiges material- und serviceintensiver. „Was nicht heißt, dass wir in beiden Lokalbereichen nicht 110 Prozent Leistung für unsere Gäste bieten werden“, versichert Küchenchef Hannes Langer: Beides müsse perfekt sein.

Das Café Harlekin wird ab 22 Uhr zur trendigen Bar werden. In der Vorwoche wurde das Harlekin-Team fit in Sachen Cocktails gemacht.
Walter Kruspel, Walter Kruspel

Einfacher wird es für Gäste, die die Linde nicht kennen, den Überblick zu bewahren, was jetzt Hauben- und was Wirtshausküche ist, sind beide überzeugt. Und auch die Gäste kommen sich gegenseitig nicht ins Gehege: Die, die einen gemütlichen Abend beim Wirten haben wollen und jene, die gehobene Haubenküche suchen.

Café Harlekin wird nachts zur Trend-Bar

Mit einem neuen Konzept wird auch das Café Harlekin starten, sobald wieder Nachtöffnungszeiten möglich sind: Ab 22 Uhr soll sich das Kult-Kaffeehaus in eine trendige Bar mit entsprechendem Angebot, Licht- und Musikkonzept verwandeln. „Alle Nachtlokale in der Region haben zugesperrt: Es gibt nichts mehr, wo man in der Nacht noch gediegen und qualitätsvoll hingehen kann“, sagt Cafétier Walter Kruspel: Um 22 Uhr wird der hintere Teil des Cafés abgetrennt, das Licht wird gedimmt, die Musik ändert sich in Barmusik, wie sie auch in den Bars in New York zu finden ist, und beim Getränkeangebot wird es gediegene, gute Qualität an Spirituosen geben: „Leute, die nur trinken wollen, sind nicht, was wir suchen“, stellt Kruspel klar: „Wir richten uns an Menschen, die genussvoll zwei, drei Gin Tonic mit unterschiedlichen Gins genießen wollen, die hochwertige Cocktails genießen wollen“. Entsprechend wurde auch das Lokal einem Facelifting unterzogen und nach 38 Jahren die dunkle Patina gegen frische, trendige Farben ausgetauscht. Und wenn kein Ende der nächtlichen Früh-Sperrstunde absehbar ist? „Dann machen wir einen Popup-Betrieb und starten mit dem Barbetrieb schon um 17 Uhr oder so“, sagt Walter Kruspel.