Mistelbach: Nitsch-Ausstellung verlängert und offen. Das nitsch museum Mistelbach ist wieder geöffnet. Zu sehen ist die Ausstellung „Hermann Nitsch – Neue Arbeiten“ bis 5. September, in der mehr als 80 neue, großformatige Bilder des Universalkünstlers aus den Jahren 2019 und 2020 zu sehen sind. Nachdem in den vergangenen Monaten zahlreiche weitere Schüttbilder entstanden sind, wurde die Ausstellung vor der Wiedereröffnung neu gehängt und mit den aktuellsten Arbeiten ergänzt. Die präsentierten Werke bestechen durch völlig neue, leuchtende Farbkompositionen, inspiriert von Pfingstrosen und anderen Frühlingsblumen.

Von Redaktion Mistelbach. Erstellt am 25. Februar 2021 (12:29)

„Es macht mir große Freude mich bei meinen Arbeiten, die ich als Achtzigjähriger noch herzustellen vermag, auf die blumenfarbige Leuchtkraft der geschmierten Farbsubstanz zu konzentrieren", sagt Hermann Nitsch: "Mehr denn je ist mir die Auferstehung ein Prinzip.“

Michael Karrer, der künstlerische Leiter des nitsch museum, als er die neuen Arbeiten sah „Ich war überwältigt. Nitsch bediente sich der Farben der Blumen und wollte nicht nur deren Farbpalette, sondern vielmehr das Licht dieser Blumen einfangen. Es entstanden Farbklänge des Lichts, die eine gewohnt opulente Farbsubstanz ergänzten.“

Hermann Nitsch überrascht in dieser Ausstellung mit einer üppigen Farbpalette aus leuchtenden Tönen, bei der intensive Farbcluster mit reliefartiger Haptik auf eine transzendente Leichtigkeit treffen. Es entstand ein unverwechselbarer Auferstehungszyklus im Werk von Hermann Nitsch. Gemeinsam mit Werken aus anderen Disziplinen und den Malzyklen zeigt das nitsch museum eine Gesamtinstallation neuer Arbeiten des Universalkünstlers.

„Die Malerei von Nitsch wurde in den letzten Jahren deutlich lebensbejahender und freudiger, dies ist auch in den Bereichen seiner Musik und seiner Aktionen zu bemerken. Sein aktuelles Werk ist wach, weise und reif, intensiv, konzentriert, rein und gewissermaßen „leicht“ zugleich. So wie Nitsch in seiner Musik eine Sphärenmusik anstrebt, so bündelt er in seiner Malerei das Licht der Farben, denn Farben und Licht sind für Nitsch eine Angelegenheit der Auferstehung.“ so Michael Karrer in der Einleitung des Katalogs, der zur Ausstellung erscheint.

www.nitschmuseum.at