Betrug per Mausklick: Schulungen gegen Cybercrime. Nutzer sind oft leichtfertig. Die Polizei hilft beim Schutz im Internet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 24. August 2019 (04:56)
APA (dpa/Symbolbild)

Das Internet bietet viele Vorteile und ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wir erledigen unserer Bankgeschäfte, kaufen im Internet ein, kommunizieren mittels E-Mails und vernetzen uns mit Freunden über soziale Medien. Die digitale Kommunikation wird aber nicht nur im Positiven genutzt: Kriminelle nutzen das Internet ebenfalls für ihre Zwecke.

„Besonders häufig werden das E-Mail oder soziale Netzwerke herangezogen, aber auch gefälschte Web-Seiten kommen immer wieder zum Einsatz.“Helmut Kraus, Polizei Drasenhofen

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Helmut Kraus kümmert sich für die Polizei Drasenhofen um Cyberkriminalität.

„Besonders häufig werden dabei das E-Mail oder soziale Netzwerke herangezogen, aber auch gefälschte Web-Seiten kommen immer wieder zum Einsatz“, erklärt Helmut Kraus von der Polizeiinspektion Drasenhofen. Der Polizist hat kürzlich eine Präventionsschulung für Computer- und Internetkriminalität absolviert und setzt sich nun dafür ein, kriminelle Handlungen in diesem Bereich zu verhindern.

Für Betrüger bietet das Internet den Vorteil, dass tausende potenzielle Opfer per Mausklick geködert werden können. Zudem können die Kriminellen hinter der Anonymität einer digitalen Identität operieren. So täuschen sie etwa mit falschen Webseiten seriöse Geschäftsseiten vor, um an die Kreditkartendaten der Benutzer zu gelangen.

Vom Ausspähen bis hin zu Kinderpornos

Darüber hinaus reichen die Kriminalitätsformen im Internet vom Ausspähen von Daten über „Social Engineering“ oder Hacker-Angriffe bis hin zur Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten. Die Polizei stellte im Zusammenhang mit Online-Kriminalität wiederholt fest, dass Nutzer ihre persönlichen Daten oft leichtfertig aus der Hand geben.

In der Kriminalprävention soll daher auf Schutzmaßnahmen hingewiesen werden. Dazu gehört die technische Sicherheit des Computers, ein „gesundes Misstrauen“ gegenüber den digitalen Inhalten sowie ein sorgsamer Umgang mit persönlichen Daten und die Verwendung sicherer Passwörter.