Frost setzt Blüten zu. Ernteausfälle bei den Marillen sollen sich trotz Schäden in Grenzen halten.

Von Werner Kraus. Erstellt am 13. April 2021 (19:44)
Die Marillenbäume in der Marillenregion Weinviertel standen in Vollblüte. Ein wunderschönes Bild: Victoria Schreiber, Amelia Rieder, Christina Binder und Dominik Schreiber.
Werner Kraus

Das Weinviertel ist Österreichs größte Marillenanbauregion, die Früchte in Orangetönen haben neben dem Wein einen entsprechend hohen wirtschaftlichen Stellenwert für die Region. Umso wichtiger ist die Rolle Österreichs größter Steinobstbaumschule, der Baumschule Schreiber, als Impulsgeber für die Weinviertler Marille. Etwa dann, wenn es um den Umgang mit Minus-Temperaturen geht.

Die Frostnächte der vergangenen Woche haben die Weinviertler Marillenbauern nämlich ganz schön gefordert: Robert und Dominik Schreiber haben vergangene Woche in allen ihren Anlagen Kontrollen durchgeführt und Schäden durch den Frost festgestellt. Derzeit rechnen sie noch immer mit einer durchschnittlichen Ernte. Auf schlechten Standorten sind die Schäden größer, als auf guten.

„Ähnlich wie bei uns sieht es bei den Kollegen im Weinviertel aus“, berichtet Dominik Schreiber aus Gesprächen. Eine Katastrophe wie im Vorjahr, wo der Frost große Teile der Ernte vernichtete, sei allerdings ausgeblieben. Interessant war jedoch, dass es an einigen Orten Kälteseen gab: So war es in Poysdorf um bis zu vier Grad kälter als in Poysbrunn. Weitere Frostnächte müssen nun ausbleiben, denn die Kulturen wurden bereits stark ausgedünnt.