Weinviertel trauert um Rudi Hundstorfer. "Er war immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Das hat Rudolf Hundstorfer auch im Weinviertel bewiesen, als es darum ging, Kündigungen zu verhindern und in Großbetrieben wie Gebauer & Griller durch die Einführung der Kurzarbeit Arbeitsplätze zu sichern.

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 20. August 2019 (13:53)
SPÖ
Die Weinviertler Sozialdemokratie trauert um Rudi Huntsdorfer, im Bild bei einem Besuch bei der Laaer Firma Brantner.

Damals ist Hundstorfer in seiner Funktion als Sozialminister nach Poysdorf gekommen um persönlich mit den Unternehmensverantwortlichen zu sprechen. Doch auch in anderen Betrieben des Weinviertels war er ein interessierter Besucher", sagt SPÖ-Nationalrätin Melanie Erasim, die sich vom Tod des Politikers tief betroffen zeigte.

„Im Namen aller SPÖ-Funktionäre des Weinviertels möchte ich der Familie und den Angehörigen von Rudi Hundstorfer mein tiefes
Beileid aussprechen. Wir trauern um ein politisches Vorbild, einen Weggefährten, Freund und Kämpfer, der Zeit seines Lebens gestaltet
hat und das Leben der einfachen Menschen besser machen wollte und auch in vielen Bereichen besser gemacht hat“, sagt die Nationalrätin und SPÖ-Bezirksvorsitzende Melanie  Erasim, die noch vor drei Wochen mit Hundstorfer telefoniert hatte.

Rudolf Hundstorfer ist am 20. August im Urlaub auf der kroatischen Insel Brac an einem Herzinfarkt gestorben. Er wurde 67 Jahre
alt und hätte am 19. September seinen 68. Geburtstag gefeiert.

Hundstorfer kam am 19. September 1951 in einfachen Verhältnissen in Wien zur Welt. Er interessierte sich früh für Politik -
zunächst war er  Jugendvertrauensmann beim Magistrat der Stadt Wien, dann Personalvertreter. Über 17 Jahre saß Hundstorfer
im Wiener Gemeinderat, bevor er in die Bundespolitik ging.

"Mit ihm verliert die Sozialdemokratie eine Persönlichkeit, die sich durch ihre Fähigkeit zur Vermittlung über alle Parteigrenzen
hinweg auszeichnete und immer ganz im Stil eines wahren Staatsmannes agierte», so  Erasim.