Nahversorger soll bleiben. Großes Projekt, um „Nah & Frisch“ aufrecht zu erhalten.

Von Alexandra Krenn. Erstellt am 23. August 2019 (04:34)
Michael Pfabigan
Im bald neuen Geschäft: Herbert Harrach, Christa Weigl, Martha Szhestag und Josef Schiesterl.

Am 16. Oktober wird der neue Nahversorger im Ort eröffnet. „Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen“, sagt Herbert Harrach (ÖVP), Bürgermeister von Wildendürnbach.

Bis vor Kurzem hat Nahversorger Ewald Fiby vom Nachbarort Neudorf aus den Nahversorger betreut, dieser stieg dann von Nah & Frisch auf Spar um. Der Sparkonzern war bereit, nach Wildendürnbach zu liefern, jedoch war ihm das Geschäft zu klein. Eine weitere Voraussetzung war, dass das Geschäft am Rande der Ortschaft auf der grünen Wiese entsteht.

Michael Pfabigan
Renovierungsarbeiten am neuen Nah & Frisch: Herbert Harrach.

Harrach wollte dies nicht und es wurde gemeinsam entschieden, ein Haus mitten im Ort zu kaufen, das sich neben dem ehemaligen Geschäftsgebäude befindet und dieses zusätzlich für den neuen Nahversorger zu nutzen. Christa Weigl, eine ehemalige Mitarbeitern von Fiby, übernahm die Leitung und entschied sich, weiterhin mit Nah & Frisch zusammenzuarbeiten.

Eines der Häuser wurde mithilfe der Ortsbevölkerung abgerissen, um Parkplätze und einen Zubau zu errichten. Das alte Gebäude wurde umgebaut, um 200 Quadratmeter Geschäftsfläche nutzen und Wohnungen im oberen Geschoss des Gebäudes herrichten zu können, die bereits vermietet sind.

Gemeinde musste Kredit aufnehmen

Für die Errichtung musste die Gemeinde einen Kredit von 500.000 Euro aufnehmen. „Der Liegenschaftsbesitz, der Kaufhausbau und auch die Aufgabe als Wohnungsvermieter geht weit über die Aufgaben der Gemeinde hinaus, doch was hätten wir tun sollen? Sonst hätte es niemand gemacht“, erklärt Harrach.