Aus für "Jubiläumswarte" - Abriss ist unumgänglich. Ende Mai wurde die 25 m hohe, 121 Jahre alte Aussichtswarte am Anninger wegen grober bautechnischer Schäden an der Metallkonstruktion aus Sicherheitsgründen gesperrt. Das nun vorliegende statische und stahl-bautechnische Gutachten macht deutlich: ein Abriss ist unumgänglich.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 17. Juli 2019 (11:21)

Die vom „Verein der Naturfreunde in Mödling vom Jahre 1877“ 1898 zu Ehren der 50-jährigen Regentschaft von Kaiser Franz Joseph errichtete Jubiläumswarte ist Geschichte. Das hat ein Gutachten ergeben. Unter der Lackschicht der Tragprofile verbirgt sich ein schon weit vorangeschrittener Verrostungsgrad.
Betroffen sind auch alle anderen konstruktiven Bauelemente (Geländer, Stiegenauflager, Konsole für Lichtgitterroste).
Zusätzlich erschwerend ist, dass das Material nicht zu schweißen ist.

Um die Warte statisch auf Kurs zu bringen, müsste gebohrt, geschraubt und genietet und zusätzliche Versteifungsbauteile angebracht werden. Dadurch erhöht sich allerdings das Gewicht des Aussichtsturmes. Alles in allem ist der Kostenaufwand für die notwendige Generalsanierung - Schätzungen gegen von 200.000 Euro aus - für den Verein nicht zu bewältigten.

"Das sind Summen und Aufwendungen, die von uns keinesfalls gestemmt werden können", bedauert Obmann Leo Lindebner. Auch vor dem Hintergrund periodisch entstehender Kosten sieht sich der Vorstand gezwungen, das Objekt abtragen zu lassen.

Das Zugangsportal und das Betonblockfundament sollen belassen, eine Tafel, die die Kaiser Franz Joseph Jubiläumswarte erinnern, angebracht werden.
Eine neue Warte steht aus finanziellen Gründen nicht zur Debatte, merkt Lindebner an.

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