Generation auf der Suche nach Jobs. SPÖ fordert Wiedereinführung der „Aktion 20.000“; ÖVP setzt auf Projekt „gemA 50+“.

Von Christoph Dworak. Erstellt am 15. Juli 2019 (04:32)
SPÖ Mödling
Mödlings SP-Stadtparteiobfrau Silvia Drechsler und SP-Bezirksparteivorsitzender Hannes Weninger fordern die Wiederaufnahme der „Aktion 20.000“.

Im Bezirk Mödling sind laut Mai-Statistik fast die Hälfte aller arbeitslos gemeldeten Personen über 50 Jahre alt – 608 Frauen und 767 Männer in dieser Altersgruppe waren auch Jobsuche. Für die SPÖ ein Alarmzeichen: „In Zeiten des Fachkräftemangels ist es leichtfertig, auf eine ganze Generation mit viel Lebens- und Berufserfahrung als Arbeitskraft zu verzichten“, merkte Bezirksparteiobmann & Landtagsabgeordneter Hannes Weninger.

Die von der SPÖ eingeführte und von ÖVP und FPÖ abgedrehte „Aktion 20.000“ (20.000 geförderte Arbeitsplätze bei Gemeinden, gemeinnützigen Organisationen und den Sozialen Unternehmen für Menschen über 50) gehöre wiederbelebt: „Sie hat Tausenden Österreicherinnen und Österreichern wieder eine Chance am Arbeitsmarkt gegeben“, ist Weninger überzeugt.

VP-Landesrat Martin Eichtinger verweist hingegen auf NÖN-Anfrage auf das in NÖ seit 2014 laufende Projekt „gemA 50+“. „Das ist ein wichtiger Faktor für die langfristige Integration am Arbeitsmarkt und macht die Teilnehmer fit für einen Job nach dem Programm. Wir möchten langzeitarbeitslosen Menschen über 50 eine längerfristige Perspektive ermöglichen. Daher haben wir aufgrund des Erfolges von ,gemA 50+’ die Kapazitäten auf 600 Plätze erhöht und investieren gemeinsam mit dem AMS 7,3 Millionen Euro.“

Eichtingers Nachsatz: „Deutlich über die Hälfte der Personen stehen neun Monate nach Ablauf der Initiative noch immer in Arbeit.“