Ausgabe von Mehrweg-Bechern am Teich geplant. Badegäste stören Einwegbecher am Ozean. Mülltrennung funktioniert trotz aufgestellter Sammelbehälter schlecht.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 25. August 2019 (12:08)
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Kevin Dujmovits schenkt auf Wunsch nahe der Kantine auch in Glasgebinden aus.

Besucher des Badeteiches Ozean haben sich bei der NÖN über das bestehende Einweg-Bechersystem beschwert. Christoph Dujmovits, der Betreiber der Kantine, begründet die Verwendung von Einweggeschirr so: „Wir sind an einem Badeteich, die Leute nehmen die Gebinde mit zu den Badeplätzen. Auf einer Wiese, wo die Kinder bloßfüßig herumlaufen, mit Gläsern zu arbeiten, ist sehr schwer.“

Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, stellt eine Veränderung in Aussicht: „Wir überlegen, nach dem Neubau der Infrastruktur am Teichgelände umweltrelevante Auflagen für den Pächter in den neuen Vertrag zu nehmen. Mehrwegbecher und Verpackungen sind ein Teil davon.“ Dujmovits steht dem offen gegenüber: „Ich bin in Gesprächen mit der Gemeinde, um ein anderes System zu finden. Nach dem Umbau werden wir mit anderem Geschirr arbeiten.“

Mehrwegbecher jetzt schon in Gebrauch

An Badegäste, die ihre Getränke in der Nähe der Kantine konsumieren, würden bereits jetzt Mehrwegbecher ausgegeben werden. Heuer wurde am Restaurant am Südufer des Ozeans, das von Sohn Kevin betrieben wird, eine Fotovoltaikanlage am Dach errichtet. „Alle Elektrogeräte und die gesamte Kühlung werden umweltfreundlich durch die Sonnenkollektoren betrieben“, erklärt der Wirt.

Auch die mangelhafte Mülltrennung stößt manchen sauer auf. Via Facebook lässt Elisabeth Hauschka wissen: „Ich bin am Ozean. Hier gibt es keine Mülltrennung, Hunderte Plastikflaschen werden verkauft und kommen in den Restmüll.“

Kevin Dujmovits hat kleine Sammelbehälter für Altpapier, Plastik und Alu bei der Kantine aufgestellt.

Ortschef Weber betont, dass die Gemeinde gelbe Säcke zur Verfügung stellt: „Für die Organisation der Abholung der getrennten Wertstoffe ist der Gastronomiepächter zuständig.“