Begabter Nachwuchs bei Chemie-Olymp in Paris. Magdalena Lederbauer und Erwin Rait schafften bei der Internationalen Chemie-Olympiade jeweils eine Medaille.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 07. August 2019 (04:00)
Schellander
Das Österreich-Team bei der internationalen Chemie-Olympiade in Paris: Magdalena Lederbauer (Kaltenleutgeben), Melanie Kiem (Südtirol), Joseph Dorfer (Salzburg) und Erwin Rait (Mödling).

Schon bei der Mendeleev-Chemieolympiade im russischen St. Petersburg, dem Chemie-Bewerb der ehemaligen Ostblockstaaten im April dieses Jahres, wo Österreich heuer erstmalig teilnehmen durfte, kehrte Magdalena Lederbauer mit einer Silbermedaille nach Österreich zurück.

In Paris, wo Ende Juli zehn Tage lang die ICHO, die Internationale Chemie-Olympiade 2019 ausgetragen wurde, belegte sie Platz 51 unter 309 Teilnehmern und war somit die beste deutschsprachige Teilnehmerin des Wettbewerbs. Ihre Leistung wurde mit einer Silbermedaille belohnt, ihrem Beispiel folgte diesmal ein zweiter niederösterreichischer Teilnehmer aus dem Österreich-Team: Erwin Rait aus Mödling, der heuer am Gymnasium Keimgasse maturiert hat. Er schaffte es, Bronze zu erobern.

Wenn „Chemie-Queen“ Magdalena die Bewerbe in St. Petersburg und Paris vergleicht, was sind die Unterschiede, was die Parallelen zwischen den beiden Bewerben? Sie meint: „Auf den Bewerb in Paris haben wir uns besser vorbereiten können. Es war bekannt, welche Aufgabenstellungen im Mittelpunkt des Bewerbs stehen werden. Das war vor der Mendeleev-Olympiade nicht der Fall.“

Hitzewelle in Paris war zusätzliche Challenge

Dafür war die ICHO in Paris eine wahre Hitzeschlacht, „als wir mit dem Bus durch Paris gefahren sind, habe ich auf der Temperaturanzeige gesehen, dass es draußen 44 Grad gehabt hat“, erinnert sich Magdalena. Eine Klimaanlage gab es weder im Hotel noch in den Räumen, wo die Prüfungen stattfanden.

Für Rait, der jetzt nach der Matura ein Chemie-Studium an der TU Wien beginnen will, war der Bewerb „eine sehr interessante und lehrreiche Erfahrung. Die zehn Tage in Paris waren anstrengend, aber das war es voll wert. Es war eine super Gelegenheit, im Labor zu arbeiten und zu schauen, wie gut man ist und wie weit man kommt, eine tolle Challenge“.

Magdalena absolviert jetzt im August ein bezahltes Praktikum an der TU Wien. An ihren freien Tagen will sie „Reisen, Freunde treffen und einfach relaxen“.

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