Sparkurs kommt teuer zu stehen. Über die zu zögerliche Kaderplanung der Admira.

Von Alexander Wastl. Erstellt am 07. August 2019 (02:24)

Enttäuschend ist der schlechte Start der Admira allemal, überraschend hingegen weniger.

Aktuell steht nämlich nur eine abgespeckte „Version“ der letzten Saison am Feld – und da zitterte man schon bis zum Ende. Das hat einerseits mit Ausfällen, andererseits mit Abgängen zu tun, die bislang kaum kompensiert wurden. Dabei hatte man genug Zeit – und vor allem auch die Mittel – um zu reagieren. Spätestens mit Winter wusste die Admira, dass Kalajdzic nicht zu halten sein wird – dafür im Gegenzug aber laut die Kassa klingelt. Irgendwann Mitte Mai muss auch klar gewesen sein, dass Leihgabe Pusch nicht bleiben wird. Zu einer ähnlichen Zeit wurde Scherzer am Sprunggelenk operiert und spätestens mit Trainingsstart dämmerte wohl auch, dass Schösswendter noch länger ausfällt.

Die Admira hatte also genügend Zeit – und durch den Kalajdzic-Transfer Millionen in der Hand. Trotzdem ist mit Cmiljanic erst jetzt der erste richtige Ersatz für eine der neuralgischen Positionen eingetroffen. Ob dieser sofort helfen kann, ist ein anderes Thema. Die Südstädter verpassten sich in einer Phase einen Sparkurs und spielten auf Zeit, in der es nicht notwendig gewesen wäre.

Das kommt schon jetzt teuer zu stehen – und der endgültige Schaden ist noch gar nicht absehbar.