Gemeinderat Bernhuber fordert Vorrang für Bäume. Gemeinderat Wolfgang Bernhuber formuliert seine Wünsche zur Grünraumgestaltung.

Von Johanna Hoblik. Erstellt am 16. August 2019 (11:55)
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Grünen-Gemeinderat Wolfgang Bernhuber (l.) und Reinhard Zeitlhuber kämpfen für „mehr Bäume im Ortsgebiet“.

„Wir fordern eine Baumgarantie“, ereifert sich Gemeinderat Wolfgang Bernhuber, Grüne, gegenüber der NÖN. „Immer wieder treten Bürger an uns heran, dass Bäume verschwinden, ohne dass neue Bäume nachgesetzt werden. Werden Bäume eingepflanzt, dann werden sie oft nicht gegossen und vertrocknen.“

Bernhuber argumentiert weiter: „Die Bäume, die gesetzt werden, sind oft zu klein um Schatten zu spenden und können somit das Ortsklima nicht positiv beeinflussen.“

Vier Forderungen der grünen Fraktion werden deshalb an den VP-Bürgermeister Johann Zeiner formuliert: Die verbindliche Zusage, dass gefällte Bäume nachgesetzt werden, junge Bäume auch ausreichend zu versorgen, den Baumkataster auf der Gemeinde öffentlich zu machen und nach Wiener Neudorfer Vorbild 100 neue Bäume im Gemeindegebiet zu setzen.

Natürlich komme es bei den Jungbäumen auf die Pflege an. „Wenn gepflanzte Bäume nicht überleben, ist es nur reine Geldvernichtung“.

„Vier Grad weniger unter einem Baum“

Der Grünen-Gemeinderatskandidat Reinhard Zeitlhuber hat das Thema Baum als sein persönliches Steckenpferd auserkoren: „Messungen der TU-Wien haben ergeben, dass die Temperatur unter einem Baum bis zu vier Grad niedriger ist.“

Diesen Umstand sieht er, besonders im heurigen heißen Sommer, „als nicht zu unterschätzende Erleichterung für alle Bürger“.

Ortschef Johann Zeiner weist darauf hin: „Bäume entwickeln sich leider nicht immer wie geplant“, das zeige sich besonders im Schulhof der Volksschule Altort. „Wir mussten hier sogar zwei Mal innerhalb von zwei Jahren neu pflanzen. Beim zweiten Versuch haben wir noch größere Einzelbäume gepflanzt.“ Allein die jährliche Überprüfung der Bäume im Ortsgebiet, die von externen Experten durchgeführt wird, koste 30.000 Euro.

„Wir können über Abschnitte reden, meistens geht das Hand in Hand mit anderen straßenbaulichen Maßnahmen, aber flächendeckend ist das nicht möglich.“ Dass die Grünraumgestaltung im Straßenraum wichtig ist, sieht der Ortschef ebenso, „es muss aber auch in Relation zu anderen Aufgabenstellungen und Verpflichtungen der Gemeinde stehen.“

Bernhuber hat vollstes Verständnis, dass die Grünraumbewirtschaftung im Gemeindegebiet eine sehr große Aufgabe ist und zeigt sich lösungsorientiert. „Ich bringe mich bei diesem Thema auch sehr gerne konstruktiv ein.“