Totes Reh lag eine Woche im Wasser. Spaziergänger entdeckte verendetes Reh in Wassersammelstelle. Kadaver wurde aber nicht entfernt.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 07. August 2019 (04:53)
Karanitsch
Vor einer Woche war das tote Reh noch als ein solches zu erkennen.

Am Donnerstag, ging Peter Karanitsch mit seinem Hund seine gewohnte Strecke zwischen Mödling und Thallern am Fuße des Eichkogels. Direkt neben den Bahngleisen befindet sich eine betonierte Wassersammelstelle, aus der sein Hund gerne trinkt. Diesmal erstarrte der Vierbeiner aber vor Schreck, denn im Wassertank schwamm ein totes Reh. Karanitsch versuchte sofort, per Handy Bezirksjägermeister Johann Unterhalser zu erreichen, was ihm aber nicht gelang.

Also kontaktierte er die Polizeistation Mödling, wo man ihm zusicherte, die Meldung weiterzuleiten. Eine Woche später stellte Karanitsch allerdings fest, dass der Kadaver noch immer im Wasser lag, jetzt bereits stark verwest - für eine Wasserstelle äußerst unhygienisch. Seine Vermutung, dass sich das tote Reh auf ÖBB-Grund befand und sich daher niemand aus der Jägerschaft zuständig fühlte, hält Unterhalser aber für ausgeschlossen. Vielmehr sei das Ganze „eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen, denn ich war zu der Zeit auf Urlaub. Und zwar in einem Gebiet, wo ich für den Handyempfang nicht garantieren kann“.

"Bitte die Jäger kontaktieren"

Die Jägerschaft werde den Rehkadaver sofort beseitigen, „es tut mir leid, dass es erst jetzt geklappt hat“. Er empfiehlt: „Auf unserer neuen Homepage sind alle Hegeringleiter und mein Stellvertreter Andreas Kaiser mit Telefonnummer aufgelistet. Wer mich nicht erreicht, bitte einen der anderen Herren kontaktieren.“

Die Polizei ist für die Entfernung von Tierkadavern im Wald nicht zuständig. Bezirkspolizeikommandant Peter Waldinger erklärt: „Auch wir können nur versuchen, einen Jäger zu erreichen, damit das Tier entfernt wird.“ Unterhalser gibt bezüglich Reh jetzt Entwarnung: „Es ist alles erledigt“, sagt der Bezirksjägermeister.

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