Leichtathletik-Ass Fuchs sprintet durch die Weinberge. Sprint-Ass Markus Fuchs kann sein Training nahezu ohne Einschränkungen durchziehen. Der Perchtoldsdorfer hofft noch auf das ein oder andere Sommer-Meeting und fasst Olympia ins Auge.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 31. März 2020 (12:52)
Markus Fuchs (2.v.l.) kann der direkten Konkurrenz derzeit nicht davon laufen. Im Training hat er dafür gegenüber vielen anderen einen Vorteil
ÖLV/Benedik

Die Hallen-WM in China und der Auftakt der Freiluftsaison fielen wegen der Coronakrise aus. Damit hat auch der Perchtoldsdorfer Leichtathlet Markus Fuchs derzeit eine unfreiwillige Wettkampfpause. Dabei war Österreichs bester Sprinter zu Jahresbeginn so schnell wie nie zuvor unterwegs. Nun befindet sich Fuchs eben in einer Trainingsphase und hierbei hat er mit seinem Wohnort mitten in den Weinbergen einen kleinen Vorteil. "Ich habe in der Hagenau eine perfekte Strecke für meine Lauf-, Sprint- und Technik Einheiten gefunden", verrät Fuchs im Talk mit nön.at.

Krafttraining in Physio-Praxis

Und zu Hause gibt es ebenfalls ein vielfältiges Angebot in Sachen Krafttraining, denn Fuchs kann die Geräte in der Physio-Praxis seines Vaters verwenden. Diese ist aufgrund der Krise für die Öffentlichkeit geschlossen. "Mein aktuelles Training kann ich zum Glück als einer der wenigen Athleten normal durchziehen. Zwar nicht auf meiner Laufbahn aber da müssen die Beine halt momentan dem Beton stand halten", grinst Fuchs.

Fitness auf Social Media

Fit hält sich der mehrfache Staatsmeister aber nicht nur selbst. Auf Social Media gibt der Spitzensportler auch gerne Tipps weiter. "Ich stelle auch gerne Traininsprogramme zusammen", verrät Fuchs. Seine Empfehlung, um in der Coronakrise fit zu bleiben? "Zwei, dreimal die Woche Joggen gehen und die momentan angebotenen Online-Fitkurse nutzen."

Neue Chance für Olympia

Wenn es für ihn selbst wieder in den Wettkampf-Modus geht, ist freilich offen. Fuchs hofft aber, dass Meetings im Sommer doch noch stattfinden können. Und da Olympia um ein Jahr nach hinten verschoben wurde, sind auch die Spiele in Tokio Thema und ein langfristiges Ziel. "Ich sehe es als eine neue Chance noch ein Jahr an Aufbau und Form dazu zu gewinnen", spricht Fuchs von einer richtigen Entscheidung, denn die Gesundheit jedes einzelnen steht aktuell im Vordergrund. Die Leichtathletik-WM in Eugene (USA) wurde währenddessen bereits von 2021 auf 2022 verlegt.