Wiener tauschte Waren wieder gegen Bares ein. Mit einem simplen Trick hat sich ein Verdächtiger Geld eines Einrichtungshauses erschlichen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Juli 2019 (05:52)
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Symbolbild

Der 26-jährige Wiener gab nun vor Gericht zu, weggeworfene Rechnungen gesammelt zu haben. Die darauf angeführten Waren habe er nochmals aus den Regalen geholt und dann den falschen „Einkauf“ wieder zurückgegeben.

Später habe er sich auch vor einer Kassa positioniert und aufmerksam verfolgt, wer was einkauft. Danach sei er zu der Kassa gegangen, habe seinen Einkauf aufgezählt und behauptet, er habe seine Rechnung verloren. Er bekam ein Duplikat und konnte wieder „einkaufen“. Insgesamt 11 Mal soll er so zu Geldbeträgen zwischen 756 und 57 Euro gekommen sein, Schaden über 3.000 Euro.

"Wir begannen nach der Haft eine Beziehung"

Mitangeklagt ist auch seine Freundin, die mehrfach bei der Rückgabe der Waren dabei gewesen sein soll. Der Angeklagte gab an, die Frau im Gefängnis kennengelernt zu haben. „Wir begannen nach der Haft eine Beziehung.“ Sie habe aber nichts von seinen Machenschaften gewusst. Was die Zweitangeklagte, 32, auch bestätigte. Beiden droht der Widerruf bedingter Haftstrafen – ihm eineinhalb, ihr viereinhalb Jahre.

Der Wiener erklärte, dass sein Auto eine teure Reparatur brauchte und er kein Geld dafür hatte. „Ich hatte im Einrichtungshaus etwas gekauft und wollte es umtauschen, hatte die Rechnung aber verloren. Da bekam ich den Tipp mit dem Duplikat. So kam ich auf die Idee.“

Der Prozess wurde vertagt.