Gumpoldskirchner Ärztin macht Video-Visiten. Ärztin Nina Doruska bietet visuellen Kontakt statt Untersuchung in der Praxis.

Von Andrea Rogy. Erstellt am 01. April 2020 (05:28)
Nina Doruska steht ihren Patienten für Fragen und Anliegen auch via Videovisite zur Verfügung.
Doruska

Allgemeinmedizinerin Nina Doruska bietet seit letzter Woche Videovisiten an. Die Kardiologin will damit der aktuellen Situation Rechnung tragen und es den Menschen erleichtern, mit ihr via „Instadoc“ in Kontakt zu treten. Das neue Instrument ist vor allem sinnvoll, wenn keine Untersuchung notwendig ist. „Auf diese Weise kann ich Befundbesprechungen, Gespräche über psychische Probleme oder über medizinische Parameter wie den aktuellen Blutdruck gut abwickeln“, erklärt die Ärztin.

Doruska möchte so einerseits den Menschen die Sicherheit bieten, weiterhin mit ihr in persönlichem Kontakt sein zu können und andererseits dabei helfen, unnötige Ordinationsbesuche im Sinne der Sicherheit aller zu vermeiden: „Aktuell werden zahlreiche Ordinationen nach Kontakt mit bestätigten Corona- Fällen aus Quarantänegründen geschlossen, was unbedingt vermieden werden sollte, da das zu Versorgungsengpässen gerade in diesen kritischen Zeiten führen kann.“ Interessierte Patienten müssen sich in der Ordination zur Videovisite anmelden und nach Aufforderung über PC, Tablet oder Smartphone verbinden, um das Service zu nutzen. „Die Visite läuft über eine gesicherte Leitung“, weiß Doruska den Datenschutz ihrer Patienten gewahrt. Bislang werde das Service eher mäßig in Anspruch genommen. „Die Nachfrage ist in den ersten Tagen nicht wahnsinnig groß gewesen, viele Menschen können ihre Fragen und Anliegen auch in einem längeren Telefonat abklären“, erklärt die Medizinerin, die das Angebot dennoch weiter aufrechterhalten will.

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