Rochade bei der SPÖ in Altlengbach. Bernhard Wachter scheidet aus dem Gemeinderat aus, Fabian Kraushofer folgt.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 26. Februar 2021 (03:04)

Ziemlich genau ein Jahr nach der konstituierenden Gemeinderatssitzung gibt es personelle Veränderungen bei der Altlengbacher SPÖ: Der geschäftsführende Gemeinderat Bernhard Wachter scheidet aus dem Gemeindevorstand aus.

Bei der Vorstandssitzung am 8. Februar sei alles besprochen worden, berichtet SPÖ-Vorsitzende Anita Fisselberger auf Anfrage der NÖN: „Aus beruflichen Gründen wird sich Bernhard Wachter aus dem Gemeinderat und somit auch aus dem Vorstand zurückziehen.“ Die Arbeit habe ihm sehr viel Spaß gemacht.

Fabian Kraushofer, 20 Jahre jung, ist der Nachfolger. Die Wahl des neuen Mitglieds des Gemeindevorstandes erfolgt am Donnerstag in der Gemeinderatssitzung .

„Ich freue mich darüber, mich für die Gemeinde einsetzen zu können und hoffe auf eine intensive und gemeinschaftliche Zusammenarbeit im Vorstand“, sagt Kraushofer. Er verbrachte im Ortsteil Leitsberg seine Kindheit und lebt nun im Zentrum von Altlengbach. Derzeit arbeitet er in der Beschaffung und im Einkauf bei der ÖBB. Er ist leidenschaftlicher Fußballspieler beim SV Altlengbach und unterstützt auch die Freiwillige Feuerwehr tatkräftig.

Anita Fisselberger freut sich auf die kommende Zeit mit Fabian Kraushofer und bedankt sie sich bei Bernhard Wachter „für die großartige Zusammenarbeit.“

In der ÖVP bedauert man den Rückzug Wachters, obwohl man die eine oder andere heiße Diskussion gehabt habe. Es sei zu respektieren, wenn sich jemand aus beruflichen oder privaten Gründen nicht mehr engagieren könne oder wolle. „Kommunalpolitik erfordert viel an zeitlichem Aufwand und Energie. Nun hoffen wir, dass der Nachfolgerin nicht weiter zur Radikalisierung der SPÖ beiträgt“, sagt Vizebürgermeister Daniel Kosak.

ÖVP kritisiert SPÖ-Oppositionspolitik

Das erschwere die Zusammenarbeit. Die fundamentale und destruktive Oppositionspolitik der SPÖ tue der Gemeinde nicht gut, heißt es seitens der ÖVP. Bernhard Wachter sei hier ein ausgleichender Faktor gewesen.

Dazu sagt die SPÖ-Chefin: „Radikalisierung finde ich ein hartes Wort, aber wenn die ÖVP das so sieht. Wir machen unsere Aufgabe und zeigen auf, was man anders machen könnte und was man vielleicht zusätzlich machen könnte. Ich habe nicht den Eindruck, dass wir der Gemeinde schaden, im Gegenteil. Es ist wichtig in einer Demokratie mehrere Meinungen zu haben und diese auch äußern und vertreten zu dürfen.“

Leider sei es nicht gewünscht, die absolut regierende ÖVP Altlengbach zu beobachten und eventuell Verfehlungen aufzuzeigen. „Wir werden uns auf ein Spielchen des gegenseitigen Draufhauens nicht einlassen. Wir machen weiter unsere Arbeit konstruktiv und objektiv zum Wohle der Bevölkerung“, erklärt Anita Fisselberger. Es sei zwar schwierig, weil man selten alle Informationen zeitgerecht bekomme, die man zum Meinungsbilden brauche: „Aber wir machen was wir können“, erklärt die SPÖ-Politikerin.