Neulengbacherin in Alpbach: „Vorstellung übertroffen“. Die Neulengbacherin Viktoria Arnold schildert ihre Eindrücke aus Tirol.

Von Beate Riedl. Erstellt am 15. September 2019 (06:05)
Forum Alpbach
Nachdenklich blickt Viktoria Arnold auf ihre Erfahrungen beim Forum Alpbach zurück.

Mit dem Thema „Freiheit und Sicherheit“ beschäftigten sich heuer Teilnehmer aus aller Welt beim Europäischen Forum Alpbach. Experten und Studenten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, kamen zusammen, um aktuelle Fragen der Zeit zu diskutieren und interdisziplinäre Lösungsansätze zu finden. Mit dabei war heuer auch die Neulengbacherin Viktoria Arnold (26), sie erhielt eines der begehrten Stipendien (die NÖN berichtete). Im NÖN-Gespräch erzählt sie nach dem Forum Alpbach über ihre Erfahrungen und Eindrücke:

NÖN: Wie war das Forum Alpbach?

Viktoria Arnold: Das Forum Alpbach war eine unglaublich tolle und inspirierende Erfahrung. Ich muss ehrlich sagen, dass ich die letzten zweieinhalb Wochen noch nicht ganz verarbeitet habe. Ich werde noch länger über die tiefgehenden, interessanten und vielseitigen Gespräche reflektieren und freue mich jetzt schon darauf, dass die Denkanstöße fruchten werden.

„Dass sich in Alpbach so gut Verbündete finden lassen, die dieselben Anliegen weiterverfolgen wollen, hat mich beeindruckt“

Welche Eindrücke haben Sie von Tirol mit nach Hause genommen?

Da mein Vater Tiroler ist, kenne ich Tirol ziemlich gut und bin gerne zum Wandern und Entspannen dort. Alpbach ist natürlich ein ganz besonders schönes Dorf. Durch die strikten Architekturauflagen strotzt das Dorf nur so vor Idylle und Tradition. In diesem harmonischen Umfeld lässt es sich besonders gut zu kontroversen und aktuellen Themen diskutieren, streiten, reflektieren und lernen.

Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Am meisten hat mich beeindruckt, dass man die Zeit findet, sich mit vorher Unbekannten auszutauschen und tiefgehende Gespräche zu führen. Am Ende des Tages haben wir alle die gleichen Chancen und Herausforderungen, die wir ergreifen und angehen wollen. Dass sich in Alpbach so gut Verbündete finden lassen, die dieselben Anliegen weiterverfolgen wollen, hat mich beeindruckt.

Sie hatten die Möglichkeit, an zwei Seminaren teilzunehmen? Wofür haben Sie sich entschieden?

Ich habe mich für „Promises and Challenges of Urbanisation“ und „Die ganze Welt ist eine Bühne“ entschieden. Unser Abschlussprojekt des Urbanisation Seminars bestand darin, das Szenario zu zeichnen, wie ein Alpbach mit 100.000 Einwohnern gestaltet werden müsste. Heute hat Alpbach 2.500 Einwohner. Einerseits habe ich so gelernt, was für eine Vielzahl an Disziplinen Stadtplanung erfordert und andererseits ist mir noch nie so bewusst geworden, dass wir heute – hier und jetzt – handeln müssen, um unsere Welt zu erhalten.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden größtenteils erfüllt. Die Seminarwoche hat meine Vorstellungen bei Weitem übertroffen. Gerne würde ich noch mehr generationenübergreifenden Austausch auf Augenhöhe erfahren. Ich hatte das Gefühl, dass dahingehend noch Möglichkeiten nach oben gibt.