Hilfsprojekt aus Brand-Laaben: Wasser für Gambia. Ein Brunnen soll im Heimatdorf des Laabeners Lamin Bayo errichtet werden.

Von Christine Hell. Erstellt am 24. August 2019 (03:01)
privat
„So soll der Brunnen in meinem Heimatdorf aussehen, mit Solar-betriebener Pumpe, die das Wasser aus 30 Metern Tiefe in Tanks liefert“, sagt Lamin Bayo.

Es ist schon lange unser Ziel, einen Brunnen in Gambia zu errichten“, schildert Katharina Bayo. Ihr Mann Lamin wurde in Kaur Janneh Kunda in Westafrika geboren, er ist dort mit 13 Geschwistern aufgewachsen. Bei einem Besuch in Österreich hat er seine Katharina kennengelernt. „Die Liebe hat mich hier behalten“, strahlt der dunkelhäutige Mann.

Ein Brunnen koste auch in Afrika sehr viel Geld, betont Katharina Bayo, und es sei schon lange ihr Ziel, diesen ersehnten Wasserspender für die dortige Bevölkerung zu errichten. Katharina Bayo erzählt: „Eine schwere Erkrankung meines Mannes machte uns dann auch noch einen Strich durch die Rechnung.“ Das Vorhaben wurde auf Eis gelegt und die Genesung stand an vorderster Stelle.

Dann verstarb der Vater der Laabenerin. „Er wollte unser Vorhaben immer unterstützen“, sagt die Laabenerin. Beim Begräbnis wurden die Trauernden um Unterstützung gebeten: „Brunnen statt Blumen“. Dadurch sei rund ein Viertel des erforderlichen Betrages für den Brunnen schon beisammen, freut sich Katharina Bayo, „7.500 Euro fehlen aber noch immer.“

Hilfe über Verein TESITO und Lions Club

Über den soeben neu gegründeten Verein „TESITO“ soll der restliche Betrag lukriert werden. Und Veit Uthe, ein Nachbar der Bayos, versucht bereits über den Lions Club Wienerwald mit dem Lions Club Gambia in Verbindung zu treten. Alle sind voller Tatendrang: „Die Wasserpumpe des voraussichtlich 30 Meter tiefen Brunnens soll mit Solarenergie betrieben werden und die Gerätschaften dazu sollen aus Österreich kommen.“

„Manchmal weine ich, wenn ich an unser Dorf denke.“

Er stelle sich bereits jetzt die Freude der Dorfbewohner über Trinkwasser vor, sagt Lamin Bayo, „drei Kilometer müssen die Menschen jetzt zu Fuß laufen, um Wasser in Kanistern heranzuschleppen.“ Und er träumt von der Zukunft „seines“ Dorfes: „Wir wollen auch einen Kindergarten und eine Vorschule einrichten.“ Und auch der Krankenstation im Dorf soll mit neuer Bettwäsche und Gerätschaften geholfen werden, meint Bayo, und nachdenklich fügt er hinzu: „Manchmal weine ich, wenn ich an unser Dorf denke.“

Ein Sparkonto ist eingerichtet: AT84 3266 7000 0122 6166.