Ortschef in Quarantäne: „Wie mit einer Fußfessel“ . Bis 25. März war der Kirchstettener Bürgermeister Josef Friedl in Quarantäne, weil er mit einer am Coronavirus erkrankten Person Kontakt hatte. Friedls Test war negativ. Jetzt ist der Ortschef wieder „in Amt und Würden“. Im NÖN-Telefonat plaudert er über seine Erfahrungen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 01. April 2020 (04:12)
Josef Friedlwar nicht an Corona erkrankt, musste aber in Quarantäne, weil er mit einem Infizierten Kontakt hatte.
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NÖN: Wie ist es Ihnen in der Quarantäne gegangen?
Josef Friedl: Das ist so, als ob man eine Fußfessel hätte.

Ist Ihnen in den Tagen daheim langweilig geworden?
Nein, das kann ich nicht sagen. Viele Dinge waren telefonisch zu erledigen: Maßnahmen wegen Corona, die verschiedenen Verordnungen, Informationen. Die Homepage war zu aktualisieren. Also richtig fad ist mir nicht geworden.

Wie kann man sich den Alltag in Quarantäne vorstellen? Was ist wichtig?
Man muss sich einen Tagesablauf einrichten. Also man muss in der Früh aufstehen, Frühstücken, den Laptop nehmen, E-Mails abarbeiten, Telefonate führen. Ein bisschen ruhen nach dem Mittagessen war angenehm. Und dann ist es wieder mit der Arbeit weitergegangen.

Haben Sie für private Dinge mehr Zeit gehabt?
Ich habe mehr ferngesehen und mich da auf das Thema Corona konzentriert, weil das einfach wichtig ist. Ich finde, von der Regierung und vom ORF gibt es gute Informationen. Das wird sehr professionell gemacht. Und natürlich habe ich ein paar andere Dinge auch gemacht, zum Beispiel einmal die Werkstatt zusammengeräumt.

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