Arbeiten beim Hochwasserschutz im Endstadium. Größe des Baus beim Kirschnerwaldbach sorgt für Kritik.

Von Renate Hinterndorfer. Erstellt am 02. Oktober 2019 (13:37)
Gemeinde Neulengbach
Der Hochwasserschutz wird in Kürze fertig. Gemeinde

1,33 Millionen Euro werden in den Hochwasserschutz beim Kirschnerwaldbach investiert. In wenigen Wochen ist das Projekt fertig. Und es gibt kritische Stimmen: Das Rückhaltebecken sei überdimensioniert, heißt es.

VP-Bürgermeister Franz Wohlmuth kennt die Kritik: „Manche haben gesagt, das wird ein Stockhaus. Der Damm ist relativ hoch. Aber der Hochwasserschutz wurde von Experten geplant und ist auf die Einzugsfläche des ganzen Gebiets vom Buchberg herunter berechnet.“ Auch bei anderen Hochwasserschutzprojekten, zum Beispiel in Markersdorf, habe es Bedenken wegen der Größenordnung gegeben. Aber man müsse von häufiger werdenden Starkregenereignissen ausgehen und auch eine gewisse Reserve einplanen. Und wenn alles zugewachsen sei, dann habe man im Kirschnerwald eine ökologisch wertvolle Fläche.

Auch die zuständige Stadträtin Barbara Löffler von den Grünen hat bezüglich der Größe des Hochwasserschutz-Baues beim Kirschnerwaldbach Bedenken von Bürgern gehört. Als sie Stadträtin wurde, war das Projekt bereits im Laufen. Auch Löffler hält fest, dass man sich auf die Arbeit der Planer verlassen müsse: „Ich vertraue ihnen. Das Rückhaltebecken ist für ein hundertjährliches Hochwasser ausgelegt. Momentan erscheint es sehr groß, wenn man den kleinen Bach sieht. Das schaut schon wie ein Fremdkörper aus, aber es soll ja begrünt werden und soll sich dann in die Hügellandschaft einfügen.“